Die IVW-Bilanz der Regionalzeitungen

Publishing Wie bei den überregionalen Tageszeitungen profitierten auch einige Regionalblätter von der neuen IVW-Regel. Laut der werden verkaufte e-Paper ab sofort in die verkaufte Auflage integriert und nicht mehr gesondert gezählt. Titel wie der Weser-Kurier, die Nordwest-Zeitung, die sh:z aus Schleswig-Holstein oder die Rhein-Zeitung, allesamt recht stark bei den e-Papern, konnten ihre verkaufte Auflage so steigern. Nach der alten Regelung hätten sie dagegen an Auflage verloren.

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Der MEEDIA-Blick auf die Regionalzeitungsauflagen wird aufgrund der neuen IVW-Regel vier Quartale lang von der Erklärung begleitet werden, dass die Zahlen in der Tabelle nur eingeschränkt aussagekräftig sind. Im ersten Teil unserer Deutschlandreise befinden sich beispielsweise Der Tagesspiegel und der Weser-Kurier im Plus. Ohne die neue e-Paper-Regel hätten aber beide Titel an Auflage verloren. Der Tagesspiegel steigerte zudem seine Bordexemplare gegenüber dem Vorjahr – auch dadurch sieht die Bilanz besser aus als bei einem Blick auf die harten Kategorien Abos und Einzelverkauf.

Am deutlichsten verloren haben in den ersten Bundesländern unseres Überblicks die B.Z. in Berlin, sowie die beiden Hamburger Zeitungen Abendblatt und Morgenpost. Alle drei weisen keine, bzw. die Mopo nur geringe e-Paper-Verkäufe aus – hier gab es also keine Hilfe durch die neue IVW-Regelung.

In Teil 2 unserer Übersicht legten die Nordwest-Zeitung, die sh:z, die Zeitzungsgruppe Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt zu. Auch hier in allen Fällen wegen der neu hinzu gerechneten e-Paper. Die sh:z verkauft derzeit mehr als 11.000 solcher elektronischen Ausgaben. Hier kommt das 11,1%-Plus zudem dadurch zustande, dass Titel wie das Pinneberger Tageblatt nun zur sh:z gezählt werden – im Vorjahr war das noch nicht der Fall.

Die größten Verlierer in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hessen: die WZ, der Express und die WAZ – allesamt aus NRW.

Weitere vier e-Paper-Profiteure finden sich in der letzten Übersicht der südlichen Bundesländer: Hier landeten die Rhein-Zeitung, die Badischen Neuesten Nachrichten, der Südkurier und der Münchner Merkur wegen der neuen Regel im Gesamtverkauf über den Vorjahreszahlen. Der Abendzeitung gelang das, weil sie die sonstigen Verkäufe erhöhte.

Hinweis: Für eine kurze Zeit enthielt dieser Artikel eine falsche Tabelle. Für die Zeitungen aus Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern wurde die Tabelle mit den Zahlen des ersten Quartals 2012 in den Artikel geladen. Das ist inzwischen korrigiert, wir bitten, dies zu entschuldigen.

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