Bild und SZ verkaufen die meisten ePaper

Publishing Bild und Süddeutsche Zeitung verkaufen unter Deutschlands Tageszeitungen die meisten elektronischen Ausgaben. Laut aktuellen ePaper-Quartalszahlen liegt Bild bei 23.170 Verkäufen, die SZ bei 13.025. Spannend: Dahinter folgt mit der sh:z aus Schleswig-Holstein schon die erste Regionalzeitung. Bei vielen Titeln, darunter auch die Bild, dominieren aber die sonstigen Verkäufe, für die nicht so viel Geld fließt wie bei Abos und Einzelverkauf. Top bei IVW-gemeldeten Zeitschriften: ADAC Motorwelt und Der Aktionär.

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Die ePaper-Verkäufe sind aktuell verstärkt in den Fokus der Branche gerückt, da sie seit der Veröffentlichung der aktuellen IVW-Quartalszahlen nun in die Gesamtverkäufe der Zeitungen und Zeitschriften integriert werden, also Teil der verkauften Auflage geworden sind. Mit diesen elektronischen Ausgaben der Print-Titel lassen sich Auflagendellen der Papier-Versionen also durchaus teilweise ausgleichen, sie dürften daher wichtiger bei den Analysen werden. MEEDIA blickt deswegen auf die neuesten Rankings mit den 20 meistverkauften ePaper der Tageszeitungen und der Publikumszeitschriften.

Die Nummer 1 der Tageszeitungen ist mit 23.170 verkauften Exemplaren derzeit die Bild. Allerdings: Im Vergleich zur Gesamtauflage (2,75 Mio.) ist das ePaper hier noch ein sehr kleines Licht, das zudem vor allem mit sonstigen Verkäufen bestritten wird. In den hochwertigeren Kategorien Abo und Einzelverkauf kommt das Bild-ePaper nur auf ganze 636 Exemplare pro Tag. Hier führt stattdessen die Süddeutsche Zeitung. Zwar stammt auch bei ihr der Großteil des ePaper-Verkaufs aus den sonstigen Verkäufen, doch immerhin 5.178 Leute beziehen die elektronische Ausgabe per Abo oder Einzelverkauf.

Stärkste Regionalzeitung ist unterdessen interessanterweise die sh:z aus Schleswig-Holstein. Sie führt das Feld der regionalen Blätter sowohl im Gesamtverkauf (11.936), als auch in den Kategorien Abo+Einzelverkauf (3.667) an. Viele Verkäufe in diesen beiden wichtigen Kategorien verzeichnen zudem noch die F.A.Z. (4.444) und die taz (3.483). Die taz ist außerdem die einzige Top-20-Zeitung, die in diesen beiden Kategorien mehr Exemplare absetzt als im sonstigen Verkauf.

Eine wesentlich kleinere Rolle spielen die ePaper-Verkäufe derzeit noch bei den Zeitschriften. Während ein großer Teil der Tageszeitungen seine elektronischen Ausgaben bereits der IVW meldet, sind es bei den Publikumszeitschriften noch nicht einmal 30. Dennoch gibt es hier den ePaper-König des Landes: Die ADAC Motorwelt kommt nämlich auf sage und schreibe 416.584 ePaper-Verkäufe, allesamt per Abo. Des Rätsels Lösung: Die ADAC-Mitglieder, die einen der günstigen Tarife für junge Menschen nutzen (z.B. ADAC young driver) bekommen die Zeitschrift nicht als Papier, sondern automatisch als ePaper.

Auf dem zweiten Platz folgt Der Aktionär vor der Bild am Sonntag und dem ACE-Lenkrad. Im Gegensatz zu den Zeitungen verkaufen die meisten Zeitschriften ihre ePaper übrigens vornehmlich per Abo und Einzelverkauf und nicht im sonstigen Verkauf. So gleichen sich bei 15 der Top-20-Titel die Zahlen in den Spalten Gesamtverkauf und Abo+Einzelverkauf. In der Top 20 zeigt sich zudem, welche Verlage ihre Zahlen bereits stärker als andere an die IVW melden: Axel Springer gehört dazu, aber auch der heise verlag und Condé Nast.

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