Kino.to: bundesweite Razzia bei Werbefirmen

Publishing Im Zuge von Razzien bei mehreren Werbefirmen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern am 11. Juli sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Damit bestätigt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden auf Anfrage der dapd eine Meldung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, die bereits die Betreiber des Streamingportals vor Gericht brachte. Das Werbenetzwerk der betroffenen Firmen ist seit dem Dienstag nicht mehr zu erreichen.

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Sie stehen unter dem Verdacht, auf der mittlerweile eingestellten Webseite Werbung für Abzockseiten und Abofallen geschaltet zu haben. Zwei Personen sind laut der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) im Rahmen der Razzien verhaftet worden. Ein Verdächtiger ist laut Spiegel Online wieder auf freiem Fuß, nachdem er ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte. Das betreffende Werbenetzwerk ist seit Dienstag nicht mehr online erreichbar.
Ausgangspunkt des Verfahrens waren Vorermittlungen der GVU gegen mehrere Internet-Werbeanbieter seit dem Frühjahr 2011. Damals wurde die GVU auf eine der Agenturen aufmerksam, da deren Werbelayer auf der Eingangsseite eines kino.to-eigenen Streamhosters geschaltet waren.
Offenbar gehören die Werbevermarkter zu einem Firmengeflecht, das Ende 2011 aus vier aktiven Unternehmen bestand. Laut GVU haben mindestens zwei Tochterunternehmen Raubkopien- und Erotikportale sowie Filehoster vermarktet. Darüber hinaus weisen Indizien auf intensive Geschäftsbeziehungen zu wenigstens zehn illegalen Filehoster- und Streaming-Portalen, mehreren einschlägigen File- bzw. Streamhostern sowie einer Vielzahl Erotikportalen.
Kunden dieses Werbenetzwerkes sind nach GVU-Erkenntnissen Anbieter von Internetkontaktbörsen, pornografischen und Abzock-Angeboten.

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