Millionen-Minus: Guardian und Observer bauen Stellen ab

Publishing Die britischen Zeitungen Guardian und Observer verzeichneten im vergangenen Jahr ein Minus von 44,2 Millionen Pfund. Die Verluste der gedruckten Blätter seien durch Investitionen in digitale Anwendungen für das iPad und Android-Smartphones sowie einen Social Reader für Facebook gestiegen, teilte der Guardian in einem Bericht in eigener Sache mit. Das Minus konnte nicht durch ein zweistelliges Wachstum der digitalen Erlöse ausgeglichen werden.

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Chefredakteur Alan Rusbridger wolle nun 7 Millionen Pfund vom Redaktionsbudget einsparen. Der Verlag kündigte außerdem an, über ein freiwilliges Abfindungsprogramm 70 bis 100 Redakteursstellen abzubauen. Für den Guardian und die Schwesterzeitung Observer arbeiten rund 650 Redakteure.

Rusbridger teilte seinen Kollegen mit, die Zeitungen würden "kleiner" und weniger "commodity journalism" betreiben, also Journalismus mit Nachrichten, die es überall zu lesen gibt. Die Digitalumsätze der Guardian Media Group liegen laut dem Bericht bei 45,7 Millionen Pfund, die digitalen Werbeerlöse beziffert die Gruppe mit 14,7 Millionen Pfund, was einem Plus gegenüber Vorjahr von 26 Prozent entspreche.

Die Zeitungen sind Teil des Scott Trust, einer Stiftung. 

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