Die dunkle Seite der Marissa Mayer

Publishing Nachdem bekannt wurde, dass Marissa Mayer von Google als neuer CEO zum kriselnden Internet-Unternehmen Yahoo wechselt, wurde die Top-Managerin in den Medien mit Lob überschüttet. Die US-Website Business Insider zeigt nun ein anderes, kritischeres Bild von Marissa Mayer. Vor allem in ihren Anfangsjahren bei Google soll sie durch einen tyrannischen, unkollegialen Führungsstil aufgefallen sein. Viele Quellen sagen aber auch: Marissa Mayer habe mit den Jahren dazugelernt.

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Mit das härteste Zitat der Business-Insider-Geschichte “The Truth About Marissa Mayer: She Has Two Contrasting Reputations” stammt von einer ehemaligen Google-Kollegin: “Das ist ein großer Tag für Google und ein Nagel in den Sarg von Yahoo.” Weiter heißt es über Marissa Mayer: “Sie arbeitet härter als jeder andere und ist smarter als 99 Prozent der Leute. Aber sie kann sich nicht zurücknehmen und kennt keine andere Management-Methode als Einschüchterung und Demütigung.” Mayer soll tatsächlich Züge eines Workaholics haben und “tatsächlich 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche” für Google tätig gewesen sein.

Andere Quellen, die Business Insider zitiert, gehen mit Marissa Mayer nicht ganz so hart ins Gericht. Als sie bei Google anfing war sie noch relativ unerfahren in ihren 20er Jahren. Viele sind sich einig, dass Mayer einfach klüger war als ihre Kollegen und härter gearbeitet hat. In ihren Anfangsjahren hat hat sie als Führungskraft offenbar nicht immer geschafft, mit dieser Überlegenheit geschickt umzugehen. Legendär sind die Geschichten, dass Marissa Mayer sogar Vice Presidents von Google aufgereiht vor ihrem Büro sitzen und warten ließ, bis sie sie in Fünf-Minuten-Abständen eingelassen hat. So etwas würde sie heute nicht mehr machen, heißt es.

“Ist Marissa Mayer Google Golden Girl oder ein Workaholic-Tyrann mit einem unbequemen Management-Stil?”, fragt Business Insider. Als Antwort wird gegeben, sie sei wohl beides so ein bisschen. Eine Quelle wird mit den Worten zitiert: "Marissa ist als menschliches Wesen ein Alptraum aber sie bekommt Dinge geregelt. Wenn man als CEO ein guter Mensch sein müsste, hätten wir nicht Apple gehabt und viele andere CEO-Posten wären unbesetzt.” Vielleicht entdeckt die Business-Welt noch neue Seiten an Marissa Mayer, wenn sie neben der Rolle der Top-Managerin auch noch die Mutterrolle ausfüllen muss. Ihre Google-Kollegen haben sie jedenfalls mit einem bunten Ballon-Strauß nett verabschiedet. Ganz so schlimm, scheint sie ja doch nicht gewesen zu sein.

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