Yahoo-Coup: Marissa Mayer wird Chefin

Publishing Die langjährige Google-Managerin Marissa Mayer, 37, wird nach einem Bericht der New York Times neue Yahoo-Chefin. Damit gelingt dem angeschlagenen Internet-Riesen ein Personalcoup, den Yahoo zuletzt wohl nur wenige Experten zugetraut hätten. "Es war eine recht einfache Entscheidung", kommentierte Mayer, Google-Angestellte Nummer 20, ihren Wechsel laut dem Bericht. Yahoo sei "eine der besten Marken im Internet". Ihr erster Arbeitstag soll bereits am Dienstag sein.

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David Filo, Mitgründer von Yahoo, sagte am Montag zur New York Times: "Wir müssen zurück zu den Anfängen." In den vergangenen Jahren seien die Nutzer von Yahoo vernachlässigt worden. Mayer selber sagte, die starken Seiten von Yahoo, darunter E-Mail, Finanzen, Sport, müssten gestärkt werden. Das Geschäft mit Bewegtbildern und mobilen Anwendungen sei eine Hoffnung. Das Bündnis mit Microsoft, bei dem Yahoo seine eigene Suchmaschine für Microsofts Bing aufgab, sei "positiv" für das Unternehmen gewesen.

Zuletzt schlingerte der einstige Web-Gigant. Sieben CEOs zählt die NYT seit 1995. Darunter auch Yahoos Mitgründer Jerry Yang, der 2007 antrat, um seinem Unternehmen wieder zu alter Stärke zu verhelfen. Er trat 2009 wieder zurück und wurde durch Carol Bartz ersetzt – die auch den Microsoft-Deal einfädelte. Scott Thompson, der letzte Yahoo-Chef, musste wegen falscher Angaben in seinem Lebenslauf nach nur vier Monaten zurücktreten. Der Aktienkurs sank in den vergangenen Jahren deutlich. 

Nun bekommt Mayer, eines der bekanntesten Google-Gesichter und gern gesehener Gast bei Burdas Digital-Konferenz DLD, ihre Chance. Der Wechsel geht verblüffend schnell über die Bühne, erst Mitte Juni sei ihr der Posten angeboten worden. Bei Google war sie zuletzt u.a. für Google Maps und andere Services rund um die lokale Suche verantwortlich.

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