Gruner + Jahr stellt Stern-Ableger Yuno ein

Publishing Ein sauberer Schnitt: Der Vorstand von Gruner + Jahr hat auf seiner Sitzung am Montag beschlossen, Yuno komplett einzustellen. Damit entschieden sich die Verlags-Manager gegen eine geringere Erscheinungsweise und eine Online-Only-Veriante, die im Vorfeld diskutiert wurden. Das Ende des Stern-Ablegers für junge Leser soll keine betriebsbedingten Kündigungen zur Folge haben. So sollen alle befristeten Verträge voll erfüllt werden.

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„Die Entscheidung ist für alle Beteiligten schmerzlich. Das Yuno-Team hat hervorragende Arbeit geleistet und ein Magazin realisiert, das seine Leserzielgruppe begeistert hat, das wissen wir aus unserer Marktforschung“, kommentiert Thomas Lindner, Geschäftsführer der G+J Verlagsgruppe Agendad. „Die Einstellung von Yuno ist das Ergebnis einer notwendigen wirtschaftlichen Überprüfung, sie steht dem Innovationsgeist der Stern-Familie auch in Zukunft nicht entgegen.“

Nach zwei erfolgreichen Testausgaben erschien das Heft ab April 2011 alle zwei Monate. Laut Verlagsangaben lag der Verkauf bei rund 60.000 Exemplaren. Im Juni des vergangenen Jahres hatte der Verlag noch stolz verkündet, dass man rund 100.000 Exemplare des Magazins verkauft hätte. Allerdings lag damals der Einführungspreis auch nur bei einem Euro.
Als Grund für die Einstellung heißt es in einer Mitteilung, dass das neuartige Konzept einer Zeitschrift für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren vor dem „Hintergrund eines dicht besetzten Segments“ nicht die notwendige Entwicklung am Markt aufzeigen“ konnte. Eine hinlänglich „tragfähige wirtschaftliche Perspektive“ wäre deshalb – „vor allem aus Vertriebssicht“ – nicht gegeben gewesen.

Einzig die Facbook-Community soll „mittelfristig“ fortgeführt werden.

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