Der Papst geht gegen Titanic vor

Publishing Heiliger Zorn gegen das Satiremagazin Titanic. Papst Benedikt XVI. geht juristisch gegen das Magazin vor. Grund ist das Titelbild und die Rückseite der aktuellen Juli-Ausgabe. Die Fotomontage zeigt Papst Benedikt XVI. mit einer gelb besudelten Soutane und dazu die Zeile: “Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden.” Das ist eine Anspielung auf den aktuellen Skandal im Vatikan, bei dem Indiskretion aus dem Umfeld des Papstes nach außen getragen wurden.

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Dreht man die Titanic um, sieht man eine Rückenansicht des Papstes mit einem braunen Fleck am Gesäß und dazu die Zeile: “Noch eine undichte Stelle gefunden”. Erzbischof Angelo Becciu hat im Namen von Papst Benedikt XVI. nun die Kölner Anwaltskanzlei Redeker/Sellner/Dahs mit der Durchsetzung seiner Persönlichkeitsrechte beauftragt. Die Kanzlei soll offenbar eine Unterlassungserklärung durchsetzen.

Eine Stellungnahme von Titanic-Chefredakteur Leo Fischer gibt es natürlich auch schon: "Benedikt muss uns missverstanden haben." Der Titel zeige einen Papst, der nach der Aufklärung der Spitzelaffäre ("Vatileaks") feiert und im Überschwang ein Glas Limonade über seine Soutane verschüttet hat. Fischer weiter: "Es ist allgemein bekannt, dass der Papst ein großer Freund des Erfrischungsgetränks ‚Fanta‘ ist." Man hoffe nun auf ein persönliches Gespräch mit dem Heiligen Vater, um das Missverständnis auszuräumen. Die Unterlassungserklärung werde man einstweilen nicht unterzeichnen.

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