Madsack: kräftiges Plus im Digitalgeschäft

Publishing Trotz eines leichten Wachstums beim Konzernumsatz sind die bei Regionalzeitungsverlagen typischen Probleme im Kerngeschäft auch in der Jahresbilanz der Mediengruppe Madsack unübersehbar: So gingen 2011 sowohl Anzeigenerlöse wie Jahresüberschuss zurück, hinzu kamen Negativeffekte durch steigende Papierpreise. Durch Zugewinne beim Vertrieb, dem Beilagengeschäft und einer kräftigen Aufwärtsentwicklung der Digitalsparte blieb dennoch ein Gesamtplus von 8,5 Mio. Euro.

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Im Jahr 2010 hatte der Konzern mit Sitz in Hannover noch einen Jahresüberschuss von 10,7 Mio. Euro berichtet. Der aktuelle Gesamtumsatz liegt bei 610,8 Mio. Euro (Vorjahr: 608,8 Mio.). Neben diesen Zahlen beziffert der am Montag vorgelegte Geschäftsbericht das Minus im Anzeigenbereich mit 4,2 Prozent (gesamt: 182 Mio. Euro). Damit wird der Vertrieb für die Mediengruppe tendenziell immer wichtiger; hier lag der Gesamtumsatz bei 211 Millionen Euro (ein Plus von 2,5 Prozent). Auch das Beilagengeschäft entwickelte sich positiv: plus 4,8 Prozent auf 67,5 Mio. Euro. Erfreulich für die Hannoveraner: Die Digitalsparte (u.a. Madsack Media Store) legte um 13,3 Prozent zu.
Madsack steuert insgesamt 18 Tageszeitungen (u.a. Hannoversche Allgemeine, Neue Presse) und erweiterte sein Printportfolio zuletzt mit dem Zukauf der Märkischen Allgemeinen Zeitung um den Raum Brandenburg. Diese Investition versteht Madsack als Bekenntnis zum Printgeschäft, von dem das Unternehmen laut Konzernchef Herbert Flecken "allen strukturellen Herausforderungen zum Trotz weiterhin stabile Erträge" erwarte. Investiert werden soll laut Geschäftsbericht aber auch in das Briefgeschäft mit Lebensmittelketten (Penny, Edeka), in deren Filialen Briefmarken der Madsack-Tochter Citypost verkauft werden.

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