Schwarzer bloggt: „Es reicht, Herr Kachelmann!“

Publishing Und sie streiten sich noch immer: Seit der Verhaftung des ehemaligen Wettermoderators Jörg Kachelmann, liefert sich der Meteorologe und die Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer neben dem Prozess und seinen lauten Mediengetöse noch eine Art Privat-Disput. Selbst über ein Jahr nach dem Freispruch des Schweizers kehrt keine Ruhe ein. Kachelmann geht auch weiterhin immer wieder juristisch gegen Schwarzer vor und diese kann auch das zurückpoltern nicht lassen, wie ihr neuestes Buch-Projekt zeigt.

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Für das Buch „Litigation-PR: Alles was Recht ist“ von Prof. Rademacher und Prof. Schmitt-Geiger hat die Emma-Herausgeberin das Vorwort geschrieben. In ihrem eigenen Blog weist sie nun auf den Band hin, in dem 25 Juristen und Kommunikationsexperten den „systematischen Stand der strategischen Rechtskommunikation“ analysieren. Das ist der richtige Aufhänger für die Journalistin unter der Überschrift „Es reicht, Herr Kachelmann!“ auch noch einmal ein paar Breitseiten in Richtung des Wetter-Experten abzufeuern. Konkrete und vor allen neue Vorwürfe gibt es allerding nicht.

„Ich muss zugeben, dass das alles mich dermaßen anwidert, dass ich nur noch wenig Lust verspüre, mich mit dem Fall Kachelmann weiter zu beschäftige“, bloggt Schwarzer. „Aber: Es bleibt mir nichts anderes übrig! Denn hier geht es um mehr, viel mehr als um den Fall Kachelmann: Es geht um die Pressefreiheit und den Rechtsstaat. Und der ist bei einem solchen zweierlei Maß gefährdet – vor allem, wenn es um sexuelle Gewalt geht, wo die tatsächlichen oder mutmaßlichen Opfer fast immer psychosozial wie ökonomisch schwächer sind als die tatsächlichen oder mutmaßlichen Täter.“

Deshalb habe sie nun das Geleitwort für das Buch geschrieben. Innerhalb des Postings wirft die Journalistin Kachelmann indirekt vor, dass ein Verhandlungstermin gegen seine ehemalige Lebensgefährtin, auch einen gewissen PR-Effekt für sein geplantes Buch habe. Genauso nutzt Schwarzer – wie sie mit dem aktuellen Text beweist – allerdings auch noch immer den Meteorologen als Aufmerksamkeitsverstärker für ihr Buch-Projekt.

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