Auftakt im Prozess gegen Doris Heinze

Fernsehen In Hamburg begann am Donnerstag der Prozess gegen die frühere NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze. Heinze wird Bestechlichkeit, Bestechung und schwere Untreue vorgeworfen. Sie hat unter dem Pseudonym Marie Funder selbst Drehbücher für NDR-Filme geschrieben und diese dann in Auftrag gegeben. Außerdem soll sie ihrem Ehemann auch lukrative-Drehbuchaufträge vermittelt haben. Ein Deal zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung scheiterte.

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Die Verteidigung Doris Heinzes hatte ein umfassendes Geständis gegen Strafmilderung angeboten. Die Staatsanwaltschaft ließ sich nun nicht auf einen Deal ein. Das bedeutet, dass der Fall Heinze ausverhandelt wird. Möglicherweise wird der Prozess ein Schlaglicht auf Vergabe-Verfahren im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werfen. Der NDR hat Heinze nach Bekanntwerden der Vorwürfe 2009 fristlos entlassen. Der NDR hat dann einen Vergleich mit Heinze geschlossen.
Auf "Anraten des Arbeitsgerichts" einigte man sich auf ein Vertragsende zum 9. September 2009, auch eine Regelung über die Rückzahlung strittiger Honoraransprüche soll vereinbart worden sein.
PS: Wer sich ein Bild von dem Wirken Doris Heinzes machen möchte: Auf Arte läuft am heutigen Freitag der Film "Die Freundin der Tochter", Drehbuch: Doris Heinze alias Marie Funder.

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