Stiftung Wartentest zerlegt Ikeas Uppleva

Fernsehen Schon wieder schlechte Noten für Ikeas neues Hifi-Möbel: Stiftung Warentest hat die TV-Möbel-Kombination Uppleva auf Herz und Nieren getestet. Das Urteil fällt mittelmäßig bis schlecht aus. Die Kritik kommt für das schwedische Möbelhaus zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Seit Monatsanfang ist Uppleva in ausgewählten Filialen in Berlin erhältlich. Große Kritik übten die Tester vor allem am Kernstück der Unterhaltungskombo: dem Fernseher. Aber auch in Sachen Handhabung schneidet das Gerät schlecht ab.

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Besonders unangenehm stieß den Testern die Bildqualität auf. Im Standardmodus weise das Bild des 32-Zoll-LCD-TVs Artefakte auf, die Farbwiedergabe sei gelbstichig. Auch das Haupt-Verkaufsargument "Kabelsalat adé" könne das Gerät nicht wirklich einlösen. Denn aus Platzgründen hat Ikea beispielsweise die HDMI-Anschlüsse seitlich angebracht. Will man also Blu-Ray-Player, Receiver, Spielekonsole und weitere Gerätschaften anschließen, stünden die Kabel seitlich ab.
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Ferner konnte das Fernsehmenü die Tester nicht überzeugen. Der Kanalwechsel funktioniere nur langsam, bis zum Start vergehe übermäßig viel Zeit. Bleibt also noch die Hifi-Anlage. Im Lieferumfang sind Stero-Lautsprecher und ein Subwoofer enthalten. Doch weil Ikea auf ein schlankes Design setzt und die Boxen im Möbel versteckt, kommt nicht wirklich Stereofeeling auf – der Abstand zwischen den Lautsprechern ist einfach zu gering.

Ok, der Sound ist so durchschittlich, das Bild ist Mittelmaß. Bleibt ja noch die Smart-TV-Funktionalität. Gerade mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele in London könnten die Schweden hier mit den Zusatzangeboten der Öffentlich-Rechtlichen punkten. Aber weit gefehlt: “Wer damit durchs Netz surfen will, gibt aber wahrscheinlich schnell auf: Zu schlecht erkennt der Nutzer, welches Seitenelement einer Webseite er gerade ausgewählt hat”, resümieren die Tester.

Ähnlich negativ fiel der erste Check des schwedischen’> aus. Das Fernsehbild werde von starkem Rauschen begleitet, die Farben seien matschig und die Schwarzwerte alles andere als gut, so das vernichtende Urteil. Zwar könnten die verbauten Boxen durchaus überzeugen. Allerdings täusche der gute Klang nicht über die schlechte Perfomance des Interfaces hinweg, mit dem sich Uppleva bedienen lassen soll. Der Wechsel zwischen Menüs gestaltet sich laut M3 sehr langsam, teilweise würden Befehle der Fernbedienung gar nicht verarbeitet.

In der Basis-Variante kommt das High-Tech-Möbel mit einem 32 Zoll großen LCD-Fernseher mit 400 MHz, USB, vier HDMI-Anschlüssen, Wlan-Fähigkeit und Full-HD, sowie einer TV-Bank mit integrierten Lautsprechern. Die Technik hinter dem Hybrid stellt der chinesischen Großkonzern TCL, der unter den Marken ROWA, Thomson und RCA produziert.
                           
Die Preise für Uppleva starten ab 899 Euro. In diesem Segment bekommt man ohne das TV-Rack schon für weitaus weniger Geld gute Geräte mit besseren Testresultaten. Seit Anfang Juni ist das Unterhaltungsmöbel in der Ikea-Filiale in Berlin-Lichtenberg erhältlich, ab Oktober in Berlin-Spandau.

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