EM-Länder: 110 Mio. sahen Spanien-Italien

Fernsehen Das Finale hat noch einmal sämtliche Rekorde der EM 2012 gebrochen: Nach MEEDIA-Recherchen haben in den Teilnehmerländern der EM mehr als 110 Mio. Fans den Final-Sieg der Spanier gegen Italien im TV gesehen. Noch ein weiteres Match hat den Sprung über die eindrucksvolle 100-Mio.-Marke geschafft: die deutsche Halbfinal-Niederlage gegen Italien kam auf 102,8 Mio. Zuschauer. Stärkstes Viertelfinale war das zwischen England und Italien, womit die Italiener an den Plätzen 1 bis 3 beteiligt sind.

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Die meisten Zuschauer erreichte das Finale in Italien: 22,47 Mio. saßen dort vor den Fernsehern und trauerten über die klare Niederlage. In Spanien schauten 15,48 Mio. Fans zu. In beiden Ländern war das Finale damit interessanterweise nicht das erfolgreichste Spiel der EM. Denn: In Italien kam das Halbfinale gegen Deutschland auf 23,26 Mio. Seher, in Spanien erreichte das Elfmeter-Drama gegen den Bruder Portugal 18,14 Mio. Leute. Die etwas schwächeren Final-Quoten werden wohl auch damit zu tun haben, dass mehr Fans Public-Viewings nutzten, die nicht in die Quoten herein gerechnet werden.

Ebenfalls mehr als 10 Mio. Leute lockte das EM-Finale in Deutschland (20,31 Mio.), Frankreich (12,90 Mio.), England (12,30 Mio.) und Polen (10,98 Mio.) an. Italien belegt in der abschließenden Quoten-Tabelle der EM 2012 damit die Ränge 1 bis 3: Das Finale Spanien-Italien sahen 110,4 Mio,, das Halbfinale Deutschland-Italien 102,8 Mio. und das Viertelfinale England-Italien 90,9 Mio. Zusammen mit dem Vorrunden-Spiel gegen Spanien finden sich die Italiener gleich viermal in der Top Ten, etwas das außerdem auch Spanien und Deutschland gelungen ist.

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf die Topspiele in den 13 Teilnehmerländern, aus denen uns die kompletten Zuschauerzahlen vorliegen:

Deutschland: Deutschland-Italien (Halbfinale / 27,98 Mio.)
Italien: Deutschland-Italien (Finale / 23,26 Mio.)
England: England-Italien (Viertelfinale / 20,34 Mio.)
Spanien: Portugal-Spanien (Halbfinale / 18,14 Mio.)
Polen: Polen-Russland (Vorrunde / 14,68 Mio.)
Frankreich: Spanien-Italien (Finale / 12,90 Mio.)
Niederlande: Portugal-Niederlande (Vorrunde / 7,99 Mio.)
Ukraine: England-Ukraine (Vorrunde / 6,00 Mio.)
Portugal: Portugal-Spanien (Halbfinale / 3,74 Mio.)
Schweden: Ukraine-Schweden (Vorrunde / 2,94 Mio.)
Griechenland: Deutschland-Griechenland (Viertelfinale / 2,51 Mio.)
Dänemark: Dänemark-Deutschland (Vorrunde / 2,38 Mio.)
Tschechien: Tschechien-Polen (Vorrunde / 1,01 Mio.)

Nur in einem Land war das Finale also das Topspiel der EM – in Frankreich. Durch das frühe Ausscheiden der eigenen Mannschaft gab es dort mehr Zuschauer im Endspiel als bei den Matches der eigenen Mannschaft. Durch die überall hohen Quoten kam das Finale insgesamt aber auf die Top-Zuschauerzahl der EM.

Zur Methodik: Für unsere Analyse der EM-Quoten recherchierten wir die kompletten TV-Zuschauerzahlen aus 13 der 16 Teilnehmerländer. Einzig aus Russland und Kroatien liegen uns noch keine Zahlen vor, aus Irland zudem nur sehr lückenhafte. Über Hinweise zu (möglichst tagesaktuellen) Quellen aus diesen drei Ländern wären wir dankbar! Natürlich unterscheidet sich die Ermittlung der Quoten in den Ländern etwas voneinander, auch die erfassten Zielgruppen sind nicht immer ganz identisch. Dennoch sind die Daten spannend.

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