RIM: Blackberry-Hersteller bricht brutal ein

Publishing Der freie Fall von Research in Motion (RIM) geht weiter: Der Blackberry-Hersteller veröffentlichte nach Handelsschluss Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal, die die schlimmsten Befürchtungen weit übertrafen. Mehr als eine halbe Milliarde Dollar verloren die Kanadier in nur drei Monaten. Der deutsche Vorstandschef Thorsten Heins verkündete zudem den Wegfall von fast einem Drittel der Arbeitsplätze. Die Börse reagierte schockiert mit Verlusten von in der Spitze 20 Prozent auf weniger als acht Dollar.

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Die rasante Talfahrt von Research in Motion gewinnt (RIM) noch mal an Dynamik. Wie Handy-Pionier Nokia verliert der Blackberry-Hersteller RIM  angesichts der Übermacht vom iPhone und Android-Smartphones  immer weiter an Bedeutung – und zwar in einem Tempo, das noch vor Jahresfrist kaum für möglich gehalten worden wäre. 
Die Umsätzen im abgelaufenen Geschäftsquartal brachen krachend um 42 Prozent von 4,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf nur noch 2,81 Milliarden Dollar ein. Analysten hatten zumindest mit Erlösen von 3,04 Milliarden Dollar gerechnet.  
RIM verliert mehr als eine halbe Milliarde Dollar in drei Monaten  
Die Gewinne verwandelten sich in horrende Verluste: Nach Profiten von 695 Millionen Dollar im Dreimonatszeitraum im Vorjahr musste RIM nunmehr zwischen Anfang März und Ende Mai ein Minus von 518 Millionen Dollar oder bereinigt von 37 Cents je Aktie ausweisen. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 7 Cents gerechnet.
Die Reaktion der Wall Street folgte prompt: Die RIM-Aktie erlebte wie schon sooft in der Vergangenheit nach Bekanntgabe von Geschäftsdaten nachbörslich ein Waterloo – die Anteilsscheine brachen in der Spitze um 20 Prozent auf nur noch 7,50 Dollar ein. Da half auch die Ankündigungen der deutschen CEO Thorsten Heins nichts, die Belegschaft um knapp ein Drittel – nämlich 5000 Arbeitsplätze – als Restruktierungsmaßnahme abbauen zu wollen.
In den vergangenen Tagen war bereits spekuliert worden, Facebook oder Amazon könnte die Handy-Sparte von RIM möglicherweise übernehmen. Kommentiert wurden die Spekulationen auf der anschließenden Telefonkonferenz allerdings nicht. 

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