Charity: Stolpersteine suchen Werbe-Partner

Publishing Charity-Aktionen sind schon immer ein fester Bestandteil im Aktivitäts-Mix klassischer Medien gewesen. Das sieht im Web anders aus. Gutes zu tun und darüber reden oder nur einmal die eigene Reichweite für einen guten Zweck einzusetzen sind Engagements, die man bei den meisten Web-Angeboten noch vergeblich sucht. Das könnte das Stolperstein-Projekt, das u. a. von Jung von Matt unterstützt wird, künftig ändern. Dabei kämpfen die Initiatoren mit Hilfe von Bannern gegen das Vergessen des Holocausts.

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Update (28. Juni): Dieser Text entstand, bevor der fragwürdige Casefilm bekannt wurde, den Jung von Matt in Cannes einreichte.

Charity-Aktionen sind schon immer ein fester Bestandteil im Aktivitäts-Mix klassischer Medien gewesen. Das sieht im Web anders aus. Gutes zu tun und darüber reden oder nur einmal die eigene Reichweite für einen guten Zweck einzusetzen sind Engagements, die man bei den meisten Web-Angeboten noch vergeblich sucht. Das könnte das Stolperstein-Projekt, das u. a. von Jung von Matt unterstützt wird, künftig ändern. Dabei kämpfen die Initiatoren mit Hilfe von Bannern gegen das Vergessen des Holocausts.

Das Online-Angebot Stolpersteine-online.com setzt auf das gleichnamige Offline-Projekt von Gunter Demnig. Seit dem Jahr 2000 erinnert der Künstler an die Opfer aus der NS-Zeit, indem er in die Bürgersteige ihrer letzten selbstgewählten Wohnorte Gedenktafeln aus Messing einlässt. Demnigs These: Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein
Name vergessen ist.

Seit dem Start des Projektes wurden mittlerweile über 32.000 Stolpersteine in über 750 Städten in ganz Europa verlegt.

Diese Aktion hat Jung von Matt nun ins Web verlängert. Die Kreativen hoffen, dass im Netz vor allem junge Nutzer über die Gedenksteine stolpern. Auf Basis einer Google-Karte werden derzeit alle Offline-Steine in die digitale Welt übertragen. Zur Zeit finden sich beispielweise alle über 4.000 Hamburger Stolpersteine auf der Web-Karte wieder. Weitere Städte sollen folgen.

Damit diese wunderbare Aktion auch webweit bekannt wird, hoffen die Macher, dass möglichst viele Webseiten durch kostenfreie Platzierung eines Banners -also digitalen Stolpersteins- dabei helfen, ihre Nutzer über Banner des Netz-Projektes für die Aktion gewinnen zu können. Denn was in der Offline-Welt möglich ist – dass Medien sich für einen guten Zweck auch mal unentgeltlich engagieren – sollte in der Online-Welt doch kein Problem darstellen.

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