Zwei alte Titanen gegen “Wetten dass..?”

Publishing Was klingt wie ein blöder Witz, ist bitterer Ernst: RTL hat Thomas Gottschalk für die Jury von “Das Supertalent” verpflichtet. Der alternde Show-Titan wird dann im Herbst zusammen mit Pop-Titan Dieter Bohlen gegen Gottschalks alte ZDF-Show “Wetten dass..?” antreten. Der Haupt-Verlierer dieser Liaison steht auch schon fest: Thomas Gottschalk. Und sonst: Deutschland gegen Griechenland philosophisch, QR-Codes vom Economist und der Paul-McCartney-Kreisel in der Hessen-Metropole Hanau.

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Bei der DWDL-Meldung, dass Thomas Gottschalk zu RTL wechseln würde, um neben Dieter Bohlen in der Jury der Casting-Show “Das Supertalent” Platz zu nehmen, musste ich erstmal aufs Datum schauen – der 1. April war doch schon? Ja, er war schon. Später am Tage zog Bild.de die Story nach, lustigerweise ebenfalls mit dem Label “exklusiv”, und RTL kündigt auf Nachfrage eine Stellungnahme an. Vermutlich wollte man sich die Geschichte noch ein wenig aufheben. Klarer Fall: Die Story stimmt. Mittags posaunte RTL die TV-Sensation dann stolz selbst in die Welt hinaus. Was aber ist davon zu halten? “Das Supertalent” wird wohl bei RTL im Herbst gegen die neuen “Wetten dass..?”-Folgen im ZDF mit Markus Lanz laufen. Ein geradezu perverser TV-Rollentausch: Bohlen und Gottschalk gemeinsam gegen “Wetten dass..?” Wer das vor einem Jahr noch prophezeit hätte, wäre umgehend in eine geschlossene Anstalt eingewiesen worden. Tragisch ist die Sache vor allem für Thomas Gottschalk. Nach seiner gescheiterten ARD-Vorabendshow flüchtet er Hals über Kopf ins nächste TV-Spektakel. Und ausgerechnet in jene Kirmesbuden-Show, die er früher immer kritisiert hatte. Die Kölner haben da einen netten PR-Gag, der die Quote kurz hochtreibt. Und Thomas Gottschalk lässt sich dafür verheizen. Eine Pause hätte ihm gut getan.

Im Economist stand was darüber, dass QR-Codes auf dem Vormarsch seien. Sie wissen schon: das sind diese kleinen Rechtecke mit schwarzen Quadraten, die aussehen, wie ein komischer Sehtest. Man kann die Dinger mit einem Kamerahandy scannen und wird dann auf eine Website, zu einem Video oder zu sonstwas weitergeleitet. Im Economist sagt eine Analystin von Forrester Research oberschlau, dass es aber nicht ausreiche, die Leute mit einem QR-Code einfach auf die Unternehmens-Website zu schicken. Und was macht der zum Artikel gehörende QR-Code des ultra-erfolgreichen Economist: Er schickt einen auf die Website (allerdings ist bei dem Online-Artikel noch eine Infografik mehr zu sehen als in der gedruckten Zeitschrift). Da könnt ihr Euch beim nächsten mal aber ein bisschen was Originelleres einfallen lassen, ihr Briten!

Beatle und Pop-Legende Paul McCartney hat zu seinem 70. Geburtstag am vergangenen Montag einen Verkehrskreisel geschenkt bekommen. Wiederhole: einen Verkehrskreisel. Der steht nicht etwa in London oder Liverpool: In der pulsierenden Hessen-Metropole Hanau dreht sich jetzt alles um den Paul-McCartney-Kreisel. Auf die Idee kam das hessische Privatradio harmony.fm. Etwas “Rundes” zum runden Geburtstag sollte es sein. Aua! Als Schwäbisch-Gmünd sein Bud-Spencer-Freibad vergangenes Jahr eröffnete kam der große Bud Spencer sogar persönlich zur Einweihung. Dass Paul McCartney bald eine Runde um den nach ihm benannten Kreisel dreht, dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Der Paul-McCartney-Verkehrskreisel in Hanau
Es ist schon ein bisschen breit getreten – aber weil er so schön ist und heute Abend die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Griechenland spielt, sei hier nochmals auf den klassischen Monty-Python-Skech verwiesen, bei dem die deutschen gegen die griechischen Philosophen spielen. Bei den Deutschen war übrigens auch Beckenbauer dabei: “Quite a surprise.”
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Schönes Wochenende!

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