CoBi: Anhörung zu 48 betriebsbedingten Kündigungen

Publishing Beim Umbau der Computer-Bild-Gruppe geht Springer unbeirrt seinen Weg. Nach dem Anfang der Woche die betroffenen Mitarbeiter noch Briefe mit den Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner austauschten, werden angekündigte Massenentlassung längst umgesetzt. Laut Facebook-Gruppe Cobi-Info hat „der Betriebsrat der Springer AG 48 Anhörungen zu betriebsbedingten Kündigungen erhalten“.

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Als Quelle gibt die Facebook-Seite „wie aus Mitarbeiterkreisen bekannt wurde“ an. Hinter der Facebook-Seite stehen die betroffenen Mitarbeiter, die via Social Network eine möglichst breite Gegenöffentlichkeit herstellen wollen.
Seit die Axel Springer AG die Ausgliederung der AG-Mitarbeiter in die Computer Bild Digital GmbH angekündigt hat, ist in der Hamburger Redaktion der drei Titel Computer Bild, Computer Bild Spiele und Audio Video Foto Bild die Empörung so groß wie die Gegenwehr. Der Verlag mag die genaue Zahl nicht bestätigen, aber 58 Mitarbeiter haben dem Teilbetriebsübergang nicht zugestimmt. Sie erhielten darauf eine Freistellung, die zunächst bis Monatsende gilt. Vorsorglich wird die AG bei der Arbeitsagentur eine "Massenentlassung" beantragen, was bei einer möglichen Kündigung von mehr als 30 Mitarbeitern notwendig ist.

Eingeleitet wurde die Ausgliederung in eine tarifunabhängige GmbH von Springer-Vorstand Andreas Wiele. Ob dieser mit einer solchen Gegenwehr der Redakteure, die teilweise seit Jahrzehnten für die Springer AG arbeiten, gerechnet hat, darf bezweifelt werden. Auf einen ersten Offenen Brief hatte Mathias Döpfner geantwortet – man müsse den "Moment der relativen Stärke nutzen" – wirtschaftlich sei dieser Schritt notwendig. 

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