Mark Cuban verliert $200.000 mit Facebook-Aktien

Mit der Facebook-Aktie haben sich eine Menge Anleger die Finger verbrannt – in der Spitze um ein Drittel haben die Anteile des weltgrößten Social Networks in den ersten Wochen an der Börse eingebüßt. Ein Absturz, bei dem man schon mal die Nerven verlieren und die Reißleine ziehen kann. Das hat der Internet-Milliardär Mark Cuban (Broadcast.com) getan – und es sportlich genommen. Der Besitzer der Dallas Mavericks gibt zu: "Es war ein Trade, kein Investment – und ich lag falsch." Doch offenbar hat Cuban zu früh verkauft...

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Mit der Facebook-Aktie haben sich eine Menge Anleger die Finger verbrannt – in der Spitze um ein Drittel haben die Anteile des weltgrößten Social Networks in den ersten Wochen an der Börse eingebüßt. Ein Absturz, bei dem man schon mal die Nerven verlieren und die Reißleine ziehen kann. Das hat der Internet-Milliardär Mark Cuban (Broadcast.com) getan – und es sportlich genommen. Der Besitzer der Dallas Mavericks gibt zu: "Es war ein Trade, kein Investment – und ich lag falsch." Doch offenbar hat Cuban zu früh verkauft…
"An der Börse muss man sich verhalten wie beim Baden in kaltem Wasser", philosophierte der deutsche Bankier Carl Mayer von Rothschild bereits vor zwei Jahrhunderten: "Hineinspringen und rasch wieder heraus!"
Das dachte sich wohl auch der Internet-Pionier Mark Cuban, der mit dem Verkauf seines Start-ups Broadcast.com an Yahoo 1999 zum Milliardär aufgestiegen war. Objekt des Anleger-Interesses: Facebook-Aktien, die bekanntermaßen einen katastrophalen Börsenstarts hinlegten. 
Mark Cuban kauft Facebook-Aktien: "Es war ein Trade, kein Investment"
Cuban leckte Blut und kaufte – entgegen einer alte Börsenweisheit –  in fallenden Kurse hinein: dreimal – je 50.000 Aktien bei 33 Dollar, 31,97 Dollar und noch mal 32,50 Dollar. Doch die Facebook-Aktie fiel und fiel – bis auf das vorläufige Allzeittief bei 25,52 Dollar.
"Es war Trade, kein Investment", erklärte der heutige Besitzer der US-Basketballmannschaft Dallas Mavericks, in der Dirk Nowitzki spielt, dem US-Finanzsender CNBC seine Motivation. "Jedes Mal, wenn man versucht, die Märkte zu timen, bekommt man, was man verdient", nahm Cuban den Verlust aber sportlich – und fügte grinsend hinzu: "Manchmal liegt man richtig, manchmal halt schief."
Verluste von 200.000 Dollar realisiert
Cuban spekulierte auf eine Gegenreaktion der fallenden Facebook-Aktie – doch er spekulierte zu früh. "Mein Ansatz war falsch. Ich dachte, die Aktie springt an, aber ich lag falsch. Und wenn man falsch liegt, wartet man nicht, sondern man geht raus. Ich habe eine Tracht Prügel bezogen und verkauft. Aber kein Problem, es war eher Spielgeld, um ehrlich zu sein."
Rund 200.000 Dollar verspekulierte Cuban nach eigenen Angaben binnen zweier Wochen – tatsächlich Peanuts angesichts des Vermögens von geschätzten 2,3 Milliarden Dollar. Doch mehr als die sechsstellige Summe dürfte den extrem selbstbewussten Internet-Untenehmer wohl schmerzen, falsch gelegen zu haben. 
Cuban verpasst Comeback-Rallye
Und das wohl doppelt:  Nicht nur stieg Cuban zu früh – sondern auch zu früh wieder aus. Denn wie von zahlreichen Vermögensverwaltern in der vergangenen Woche prognostiziert, erlebt die Facebook-Aktie in diesen Tage eine durchaus beachtliche Comeback-Rallye. Beim gestrigen Schlusskurs von 31,91 Dollar ist die Hälfte der Verluste seit dem Börsengang schon wieder wettgemacht. 
Mark Cuban wäre damit inzwischen haarscharf an seine Einstandskurse wieder herangerückt. Zu durchschnittlich 32,49 Dollar kaufte Cuban die Aktien des weltgrößten Social Networks. Gestern notierte sie auf dem Tageshoch schon wieder bei 32,18 Dollar – nur noch ein Prozent darunter.

Wie hieß es doch einst so passend bei der ungarischen Börsenaltmeister André Kostolany? "An der Börse gibt‘s nur Schmerzensgeld – erst kommen die Schmerzen, dann das Geld."

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