Britisches Blatt vergleicht Merkel mit Hitler

Publishing Wer ist schlimmer als Mahmud Ahmadinedschad und Kim Jong-un? Das gefährlichste Staatsoberhaupt seit Hitler: Angela Merkel. So drastisch formuliert es die britische politische Wochenzeitung New Statesman in einem Leitartikel zur Rolle der Bundeskanzlerin in der europäischen Finanzpolitik und sorgt vor allem mit einem radikalen Coverbild für großes Aufsehen in den sozialen Netzwerken. Ein als Merkel verkleideter Terminator schmückt die Titelseite der kommenden Ausgabe.

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Die Aussage hinter dem Cover: Die Bundeskanzlerin “terminiert” das Wachstum in der Euro-Zone und zeigt endlich ihr wahres Gesicht. So hätte ihre Politik den Kontinent an den Rand einer Großen Depression geführt, schreibt Kolumnist Mehdi Hasan und beruft sich in seinem Leitartikel auch auf Spiegel-Kolumnist und Freitag-Verleger Jakob Augstein. Der vertrete laut Hasan die Meinung, dass Merkel durch ihre grobe Pro-Sparpolitik alles gefährden würde, was frührere Regierung nach Ende des Zweiten Weltkrieges erreicht hätten.

Hasan verurteilt Merkels Nüchternheit und den “Finanz-Sadismus”, mit dem die deutsche Regierung in Europa auftreten würde. Immerhin würden die Griechen im EU-Durchschnitt mehr arbeiten als die Deutschen. “So a little less Schadenfreude, please”, resümiert Hasan.

Die Bundeskanzlerin mit vermeintlich deutschen Stereotypen zu belegen, ist mit Blick auf die internationale Presse zu einem beliebten Stilmittel geworden. Man zeigt Merkel gern mit Hiterbärtchen und preußischer Pickelhaube. Erst im November 2011 machte die rechtskonservative italienische Tageszeitung Libero mit Merkel als Hitler-Karikatur auf. Das Blatt warf ihr einen Hunger nach Macht vor, der an den des Diktators erinnern würde.

Die New Statesman, 2009 von der British Society of Magazine Editors zum “Newspaper magazine of the year” gewählt, lässt sich am ehesten noch als Mitte links bezeichnen. Die Wochenzeitung kämpft seit Jahren mit seiner Auflage von rund 24.000 Exemplaren, und verzeichnet seit Ende 2011 ein kleines Plus. Zumindest auf Facebook muss sich das Periodical derzeit keine Sorgen um schlechte Zahlen machen. Schon über tausend Nutzer likten das Cover.

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