Die besten Outdoor-Apps fürs iPhone

Publishing Apples App Store ist voll mit Outdoor und Navigations-Apps, die die GPS-Funktionen des Telefons nutzen und Radfahrern und Wanderern versprechen, dass sie herkömmliche GPS-Geräte überflüssig machen. Für wenig bis gar kein Geld bieten diese Apps tatsächlich viele Funktionen - es gibt aber auch gravierende Nachteile. Wir haben uns fünf der beliebtesten und besten Outdoor-Apps fürs Apple iPhone genauer angeschaut und sagen, worauf man dabei achten sollte.

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MotionX GPS

MotionX GPS ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Outdoor-Apps im App-Store. Man kann mit dieser App so ziemlich alles machen, was im GPS-Bereich draußen möglich ist: Touren aufzeichnen, sich navigieren lassen, es können Karten für die Offline-Nutzung runtergeladen werden, man kann sich während einer Tour via Sprachansagen mitteilen lassen, wie viele Kilometer oder wie viel Zeit man geschafft hat (Voice-Coaching) usw. Mann kann manuell Wegpunkte setzen und sogar via Facebook und Twitter automatische Updates an die Welt versenden, wo man sich gerade befindet. MotionX GPS stellt umfangreiche Tutorials und Anleitungen auf Englisch zur Verfügung, die man bei dem gewaltigen Funktionsumfang auch braucht. Als Kartenmaterial kommt standardmäßig die bewährte Open Street Map zum Einsatz, Man kann aber auch auf Bing-Maps und Google Maps umschalten. MotionX GPS kostet fürs iPhone 79 Cent

Pro: Extrem großer Funktionsumfang, Tolle, flexible Möglichkeit Karten offline runterzuladen. Günstiger Preis.

Contra: In ländlichen Gegenden dauert bisweilen lange, bis GPS-Empfang hergestellt wird. iPad-Version muss extra gekauft werden. Anleitungen und Menüführung nur auf Englisch.

komoot Outdoor

Eine interessante Outdoor App aus Deutschland ist komoot. Neben den üblichen Funktionen der Track-Aufzeichnung und Navigation, bietet komoot auch die Möglichkeit, sich Routen nach Vorgaben automatisch erstellen zu lassen. Man kann beispielsweise eingeben, dass man eine dreistündige Rundtour auf “Profi”-Niveau wandern möchte. Das Programm errechnet dann eine Tour mit dem angegebenen Start- und Zielpunkt. Neben Rundtouren können auch einfache Wegstrecken errechnet werden. Leider klingt das in der Theorie besser, als es in der Praxis funktioniert. Das Problem: Das Programm kennt die Strecken ja nicht wirklich, sondern stellt die Touren nur auf Basis des Kartenmaterials zusammen. Da kann es passieren, dass einem die App eine recht langweilige Tour auf unattraktiven Wegen zusammenstückelt. Das Programm weiß es halt nicht besser. Man kann aber auch Glück haben und komoot spuckt eine tolle Tour aus. Auf der Website der App kann man zudem Touren anderer Nutzer einsehen und laden. komoot hat noch etwas, das andere Outdoor-Apps nicht oder nur im Ansatz haben: ein Geschäftsmodell. Bevor man komoot nutzen kann, muss man Karten-Regionen für 8,99 Euro das Stück kaufen. Eine Karten-Region ist als Zuckerle gratis erhältlich. Oder man kauft für 29,99 Euro weltweit alle Regionen. Das ist nicht direkt billig, da komoot wie alle anderen auf das kostenlose Kartenmaterial von Open Street Map zurückgreift – allerdings wurde dieses Kartenmaterial für komoot mit einer neuen Optik überpinselt.

Pro: Touren können nach Vorgaben automatisch erstellt werden. Es gibt eine angeschlossene Community.

Contra: Die Ergebnisse der automatisch erstellten Touren sind nicht immer attraktiv. Das Kartenmaterial ist recht teuer.

Road Bike Pro

Die Firma runtastic hat diverse Sport-Apps im Programm. Neben Road Bike fürs Rennrad gibt es eine fürs Mountainbike und die Läufer-App runtastic. Alle basieren auf dem gleichen Prinzip: Man kann Touren aufzeichnen, während der Tour werden zahlreiche Daten aufgenommen und ausgewertet. Das geht sogar soweit, dass die App den Kalorienverbrauch einer Tour ausrechnet. Inwieweit der Angabe zu trauen ist, sei dahingestellt aber es ist eine nette Spielerei. Eine Besonderheit: Man kann die App mit Facebook verknüpfen und Freunde können die Tour online verfolgen und Anfeuerungen senden. Außerdem gibt es einen Sprach-Coach, der einen unterwegs mit wesentlichen Daten über die zurückgelegte Strecke versorgt. Das Runterladen von Offline-Karten ist möglich, verwendet werden die üblichen OSM-Karten. Die Pro-Version kostet 4,99, es gibt allerdings auch eine gratis Lite-Version, die auch bereits fast den vollen Funktionsumfang bietet.
Pro: Viele Daten werden erfasst. Originelle Möglichkeiten, eine Tour mit Facebook zu verknüpfen.
Contra: App saugt den Akku des iPhones schnell leer. Einige Funktionen gibt es nur, wenn man (teures) Zubehör von runtastic kauft. Die App liefert zudem nicht immer exakte Daten. Manchmal stimmen Höhenangaben nicht oder es werden Fantasie-Daten (142 km/h Höchstgeschwindigkeit mit dem Rennrad) ausgewiesen.

GPSies+

GPSies+ hat eine Ausnahmestellung in der Auflistung. Die App selbst ist eher reduziert: Man kann Tracks aufzeichnen, speichern und auf der GPSies-Website speichern und man kann von dort Tracks runterladen – das war es schon. Im Vergleich mit Funktions-Monstern wie MotionX GPS fällt GPSies+ da etwas ab. Das eigentliche Asset dieser App ist aber die Datenbank der Website. GPSies.com hat die wohl beste und umfangreichstes Sammlung an GPS-Tracks in Deutschland. Hier findet man auch in den entlegensten Regionen meist noch brauchbare Tracks von anderen Nutzern. Wie immer gilt: Vor dem Nachfahren/Nachlaufen sollte man das Hirn einschalten. Denn auch bei GPSies sind nicht alle Tracks immer ausgereift und fehlerfrei – das hängt eben von demjenigen ab, der sie hochgeladen hat. In der Masse der Tracks findet sich aber meist doch die eine oder andere Perle. Man kann die Tracks auf vielfältige Art ex- und importieren. Viele nutzen die Tracks von GPSies.com mit “echten” GPS-Geräten.
Pro: Riesige Datenbank mit Touren. Einfache Bedienung. Komplett kostenlos.
Contra: Keine Offline Karten. Nur wenige Funktionen.

Maps 3D

Maps 3D ist derzeit so etwas wie der neue Gold-Standard für Outdoor Apps fürs iPhone. Die App hat einen ähnlichen Funktionsumfang wie MotionX GPS, ist auf Deutsch und bietet zusätzlich eine super-beeindruckende 3D-Darstellung der Landkarte. Das sieht nicht nur ungemein schick aus, sondern ist auf Touren, vor allem mit Mountainbikes, tatsächlich sehr nützlich, um Höhenverläufe auf einen Blick abschätzen zu können. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Karten offline runterzuladen, es gibt zahlreiche Ex- und Import-Funktionen und sogar eine voreingestellte Verknüpfung mit der bekannten Touren-Community Everytrail. Auch was die Daten-Genauigkeit angeht, ist Maps 3D die neue Referenz. Höhenangaben stimmen in der Regel und auch der Akku wird vergleichsweise geschont. Maps 3D kostet als Vollversion 2,39 Euro. Für das, was geboten wird, ein Schnäppchen. Zum Probieren gibt es eine gratis Lite-version mit deutlich eingeschränktem Funktionsumfang.
Pro: Ausgeklügelte 3D-Karten, genaue Datenerfassung, intuitive Bedienung.
Contra: Kein Voice-Coaching (falls man darauf Wert legt).

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