Uppleva: miese Noten für Ikeas TV-Möbel

Fernsehen Dann wohl doch lieber Köttbullar und Billy-Regale: Als Ikea vor einigen Monaten Uppleva vorstellte, glaubte man in dem ungewöhnlichen TV-Möbel-Hybrid einen Angriff auf die Fernsehbranche zu erkennen, die sich bislang recht wenig um die Verschmelzung von Technik und gutem Design kümmerte. Doch offenbar hat der schwedische Möbelriese gepatzt. In einem ersten Test ließ sich Uppleva zwar einfach montieren. Das war's auch schon in Sachen Positiv-Kritik. Beim Kernstück, dem Fernseher, stimmen weder Bild noch Interface.

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Dabei wollten die Schweden hoch hinaus mit Uppleva: Die TV-Möbel-Hifi-Entertainment-Kombination sollte nicht nur einen Fernseher nahtlos – und vor allem kabellos – mit einem TV-Rack verbinden, sondern auch als Entertainment-Plattform fürs Wohnzimmer dienen. Eben ein Smart-TV, das mehr können soll als nur das Bild wiedergeben.

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Doch wie der schwedische Techblog M3 nach einem ersten Test feststellt, kann Uppleva noch nicht einmal das richtig. Das Fernsehbild werde von starkem Rauschen begleitet, die Farben matschig und die Schwarzwerte alles andere als gut. Zwar könnten die verbauten Boxen durchaus überzeugen. Allerdings täusche der gute Klang nicht über die schlechte Perfomance des Interfaces hinweg, mit dem sich Uppleva bedienen lassen soll. Der Wechsel zwischen Menüs gestaltet sich laut M3 sehr langsam, teilweise würden Befehle der Fernbedienung gar nicht verarbeitet.

In der Basis-Variante kommt das High-Tech-Möbel mit einem 32 Zoll großen LCD-Fernseher mit 400 MHz, USB, vier HDMI-Anschlüssen, Wlan-Fähigkeit und Full-HD, sowie einer TV-Bank mit integrierten Lautsprechern. Die Technik hinter dem Hybrid stellt der chinesischen Großkonzern TCL, der unter den Marken ROWA, Thomson und RCA produziert.
                           
Die Preise für Uppleva starten ab 899 Euro. In diesem Segment bekommt man ohne das TV-Rack schon für weitaus weniger Geld gute Geräte mit besseren Testresultaten. Noch im Sommer wollen die Schweden Uppleva nach Deutschland bringen – vorerst nur in die Häuser in Berlin-Lichtenberg (ab Juni 2012) und Berlin-Spandau (ab Oktober 2012).

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