Lead Awards erstmals auch für Zeitungen

Publishing Jetzt kommt auch die älteste Print-Gattung bei den Lead Awards endlich zum Zug. Wenn am Mittwoch in den Hamburger Deichtorhallen der deutsche Medien-Oscar verliehen wird, wird erstmals auch die Zeitung des Jahres ausgezeichnet. Nominiert sind Die Zeit, taz und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. „Online übernimmt die Funktion von Zeitungen, Zeitungen übernehmen immer öfter die Funktion von Zeitschriften“, sagt der LeadAcademy-Vorsitzende Markus Peichl.

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Nach Meinung der Jury würden alle drei Tageszeitungen den Trend „eindrucksvoll“ belegen, sich nicht mehr nur auf Nachrichten zu beschränken, sondern mit „den konzeptionellen und gestalterischen Mitteln von Magazinen“ zu arbeiten. „Ein Vorreiter der Veränderungen ist die F.A.S., die seit ihrem Start vor elf Jahren wesentliche Impulse setzt“, so die Jury. Die Zeit habe es hingegen geschafft, einen traditionellen Ansatz in die Gegenwart zu übersetzen. Bei der taz loben die Preisrichter, dass die Berliner trotz geringerer finanzieller Mittel mit „Witz, Originalität und Kreativität“ zeigen würde, was alles machbar sei.

Neben der Zeitung des Jahres belohnen die Lead Awards in diesem Jahr auch zum ersten Mal die „Einzelleistung des Jahres“. In dieser Kategorie sind fünf Zeitungen für Gold, Silber und Bronze nominiert. Das sind die Welt am Sonntag für ein Titelthema, die B.Z. für ihre Ost-West-Ausgabe, die Frankfurter Allgemeine Zeitung für ihr Seite-Eins-Foto, die Welt für „Die Welt des Ellsworth Kelly“ sowie die Bild für ihre XXL-Ausgabe.

An der „größten Zeitung der Welt“ gefiel der Jury, dass Form und Inhalt Hand in Hand gegangen seien und alle Artikel einen Bezug zur Größe gehabt hätten. Vor allem vom Seite-Eins-Foto der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigten sich die Preisrichter begeistert. „Früher war es das Markenzeichen der FAZ, kein Foto auf der Titelseite zu haben. Jetzt gibt das Zusammenspiel von Text und Foto einen anderen Blick auf die Welt.“

Zudem wurden die Nominierungen in der Kategorie „Kampagne des Jahres“ bekanntgegeben. Das sind Daniel Josefsohn für seine Plakate und Viralspots für die Berliner Volksbühne, die Agentur Heimat für ihre Hornbach-Kampagne, Philipp und Keuntje für ihre Astra-Kampagne sowie Oliver Voss für seine Rolling-Stone-Kampagne.

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