Tech-Börse: Game over für die Zynga-Aktie

Das traurige Rennen um die schlechteste Börsenperformance eines hoch gewetteten Social Media-Unternehmens hat einen neuen Spitzenreiter. Während Facebook in dieser Woche zumindest Stabilisierungstendenzen und Groupon eine Gegenreaktion zeigte, kennt die Zynga-Aktie nur noch eine Richtung: steil südwärts. Nach einem Analystenkommentar, der den Höhepunkt der Spielaktivität beim weltgrößtem Social Network überschritten sieht, brachen die Papiere um mehr als zehn Prozent auf ein neues Allzeittief ein.

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Das traurige Rennen um die schlechteste Börsenperformance eines hoch gewetteten Social Media-Unternehmens hat einen neuen Spitzenreiter. Während Facebook in dieser Woche zumindest Stabilisierungstendenzen und Groupon eine Gegenreaktion zeigte, kennt die Zynga-Aktie nur noch eine Richtung: steil südwärts. Nach einem Analystenkommentar, der den Höhepunkt der Onlinespiel-Aktivität beim weltgrößtem Social Network überschritten sieht,  brachen die Papiere um mehr als zehn Prozent auf ein neues Allzeittief ein.
Man kann es betrachten, wie man will, doch der Schluss bleibt derselbe: Zynga-Aktionäre haben in dem halben Jahr, in dem die Aktie des Online-Spiele-Anbieters nun an der Technologiebörse Nasdaq notiert, stark verloren. Seit dem Börsendebüt Mitte Dezember hat sich das Papier bis gestern mehr als halbiert, seit den Höchstkursen vor drei Monaten gar gedrittelt.
Nicht mal mehr die 5-Dollarmarke hielt gestern, als Investoren die Reißleine zogen: Bei gerade mal 4,98 Dollar blieb der Kursticker an der Nasdaq stehen, nachdem das Papier von der Technologiebörse bereits kurzfristig vom Handel ausgesetzt werden musste, da die Kursverluste die Marke von zehn Prozent durchbrochen hatten – es war bereits das zweite Mal in drei Wochen der Fall.
"Das Interesse an Onlinespielen auf Facebook hat Höhepunkt erreicht"
Auslöser des erneuten Kurssturzes von in der Spitze sogar 14 Prozent war ein kritischer Analystenkommentar des Brokerhauses Cowen &Co. "Wir glauben, dass das Interesse an Onlinespielen bei Facebook einen Höhepunkt erreicht hat", schrieben die Analysten Doug Creutz und Jason Mueller in einer Studie. "Mehr Spieler weichen auf mobile Plattformen aus."
Tatsächlich wird das Unbehagen der Wall Street auch bereits in nackten Zahlen dokumentiert: Im Mai gab die Zahl der aktiven Spieler um mehr als acht Prozent auf 54 Millionen nach. "Es gab zuletzt einfach zu wenig Neuerungen, um neues Interesse zu entfachen", äußerte sich auch Arvin Bhathia von Sterne Agee skeptisch. Der Börsenwert von Zynga hat sich binnen nur drei Monaten auf nur noch 3,6 Milliarden Dollar gedrittelt. 

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