Papst sieht „Kultur des Bösen“ bei Medien

Publishing Papst Benedikt XVI. hat sich erneut über die so genannte “Vatileaks”-Affäre empört, bei der Geheimdokumente des Vatikans veröffentlicht wurden. Laut Berichten kritisierte er anlässlich eines Tauf-Kongresses in Rom vor allem die Medien scharf. Es herrsche eine “Kultur der Lüge, die sich als Wahrheit und Information präsentiert”, soll er gesagt haben. Auch von einer “Kultur des Bösen” habe er gesprochen. Bei “Vatileaks” hatten italienische Medien über Intrigen innerhalb des Vatikans berichtet.

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Besonders brisant waren Dokumente, in denen von Morddrohungen gegen den Papst die Rede war und in denen Korruptionsvorwürfe gegen Vatikan-Organisationen erhoben wurden. Laut offiziellen Vatikan-Angaben ist da freilich überhaupt nichts dran. Im Zusammenhang mit der Affäre wurde zwischenzeitlich ein Kammerdiener des Papstes verhaftet, der im Verdacht steht, die Geheimdokumente an Medien weitergegeben zu haben.

Papst Benedikt XVI. hat die Veröffentlichung der Geheimdokumente in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisiert, allerdings noch nicht mit so scharfen Worten wie aktuell. Außerdem wurden bisher vor allem jene kritisiert, die die Dokumente durchgestochen haben. Jetzt weitete der Papst seine Kritik auf die Medien aus. Es zähle nur "das Gefühl und der Geist der Verleumdung und der Zerstörung", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche laut Welt.de. Eine “Kultur des Bösen” verberge sich hinter einem Moralismus, der versuche, die Wirklichkeit zu verfälschen. Der Papst mahnte, es herrsche ein “Geist der Verleumdung und der Zerstörung". Die Medien als Hort des Bösen. Ein souveräner Umgang mit Pressefreiheit sieht anders aus.

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