FAZ setzt auf Wachstum mit Weiterbildung

Publishing Das FAZ-Management rechnet mit einem schwierigen Jahr: Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2011 verzeichneten sie noch eine Umsatzsteigerung um 1,9 % auf 276,5 Mio. Euro. Die FAZ erwirtschaftete einen Überschuss von 19,3 Mio. Euro. Diese deutliche Ergebnisverbesserung liegt überwiegend an dem Verkauf der Märkischen Allgemeinen an Madsack. „Neben den Zeitungen und den digitalen Produkten haben wir uns entschieden, in das Weiterbildungsgeschäft einzusteigen“, erklärte Geschäftsführer Tobias Trevisan.

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Ebenfalls wegen des Verkaufs der Verlags- und Druck-Gesellschaft in Potsdam stieg die Bilanzsumme der FAZ GmbH auf 404 Millionen Euro. Auch die Eigenkapitalquote kletterte auf 47,6 Prozent. Das sorgte dafür, dass das Anlagevermögen weiter angewachsen sei. „Die Gesellschaft ist weiterhin vollständig innenfinanziert und nimmt ebenso wie die Verlagsgruppe keine Bankkredite in Anspruch“, heißt es in einer Mitteilung in eigener Sache.

Weiter heißt es, dass die FAZ-Verlagsgruppe wegen des Anzeigenrückgangs im zweiten Halbjahr und wegen deutlich gestiegener Papierpreise „kaum am wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland teilgenommen“ habe. Die Bilanzsumme der Gruppe kletterte um 27 Prozent auf 421,4 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss stieg – auch wieder wegen der Märkischen Allgemeinen auf 35,8 Millionen Euro. Gut liefen die Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen der FAZ. Die ebenfalls zur Gruppe gehörende Logistik- und Mediengeschäft Medienservice GmbH & Co. KG verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang, verbesserte durch deutlich geringere Kosten aber sein Ergebnis.

Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr und für 2013 scheinen mäßig zu sein. „Wegen der konjunkturellen Unsicherheit infolge der Euro-Schuldenkrise müsse mit einem weiter volatilen Anzeigengeschäft gerechnet werden“, heißt es in der Mitteilung. Zudem haben die Frankfurter mit einem Minus bei den Stellenanzeigen zu kämpfen, das sie bislang durch Preiserhöhungen ausgleichen konnten. Allerdings kündigte der Verlag schon einmal „Kostensenkungsmaßnahmen“ an.

Zu personellen Veränderungen kommt es im Aufsichtsrat. Dort scheidet der langjährige Vorsitzende Wolfgang Bernhardt aus. Er erreichte die satzungsmäßige Altersgrenze. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter und ehemaliger Spiegel-Geschäftsführer Karl Dietrich Seikel.

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