Apple stellt Premium-MacBook Pro vor

Software-Rundumschlag von Apple auf der Entwicklermesse WWDC: Wie erwartet hat Apple einen Ausblick auf die nächste Generation seiner Betriebssysteme gegeben – für Macintosh-Computer mit Mountain Lion, das schon im Juli kommt und iOS 6, in das Facebook integriert wurde, für iPhone und iPad. Der eigentliche Höhepunkt der WWDC war jedoch die Generalüberholung des MacBook Pros: Das beliebte Apple-Laptop wurde in der 15"-Version mit neuem Design und Retina-Display neu erfunden – allerdings zu einem Premium-Preis.

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Software-Rundumschlag von Apple auf der Entwicklermesse WWDC: Wie erwartet hat Apple einen Ausblick auf die nächste Generation seiner Betriebssysteme gegeben – für Macintosh-Computer mit Mountain Lion, das schon im Juli kommt und iOS 6, in das Facebook integriert wurde, für iPhone und iPad. Der eigentliche Höhepunkt der WWDC war jedoch die Generalüberholung des MacBook Pros: Das beliebte Apple-Laptop wurde in der 15"-Version mit neuem Design und Retina-Display neu erfunden – allerdings zu einem Premium-Preis.
Der Vorhang ging nicht ohne nostalgische Verklärung auf: Ein Jahr ist es her, als Steve Jobs schwer krank ein letztes Mal die Bühne im Moscone Centre betrat – und sich dabei erkennbar zurücknahm. Die zweite Reihe der Apple-Manager bekam so viel Zeit auf der Bühne wie nie – es sollte Jobs‘ letzte Keynote werden.
Ein Jahr später funktioniert Apple weiter wie ein Uhrwerk – wie wohl kein anderes Technologie-Unternehmen liefert der inzwischen mit Abstand wertvollste Konzern der Welt Produkt-Upgrade nach Produkt-Upgrade in fest umrissenenen Zyklen. So auch wieder an diesem zweiten Montag im Juni, an dem seit Jahren das neue mobile Betriebssystem vorgestellt wird. 
iOS6 mit Facebook-Integration und eigenem Kartendienst
iOS 6 kommt im Herbst – das war allgemein erwartet worden. In der sechsten Generation von Apples mobilem Betriebssystem bekommt nun auch Facebook – wie vor einem Dreivierteljahr Twitter – eine tiefere Integration. Der persönliche Sprachassistent Siri, der künftig auch von führenden Autoherstellern wie Audi, BMW, Mercedes oder GM verwendet werden soll, wird in iOS 6 auch endlich via iPad verfügbar sein. 
Auch ein anderes beliebtes Apple-Feature erhielt eine Aufwertung: Der Videochat Facetime, der bisher nur im Wifi-Modus zwischen iPhone,  iPad und Mac möglich war, soll künftig auch über das normale Mobilfunknetz nutzbar sein. Ein "Do-not-disturb"-Modus bei Anrufen wurde ebenso ergänzt wie eine Rückruffunktion.
Die größte Neuerung ist jedoch Apples neuer Kartendienst, der im Vorfeld bereits erwartet war. Maps heißt er – und kommt sogar mit einem Navigationssystem und einer  3D-Variante daher. "Die Details sind unglaublich", findet das Techportal TheVerge in einer ersten Einschätzung. U.a. fließen Verkehrsmeldungen ein. Das Empfehlungsportal Yelp erhält zum Start ebenfalls eine Integration und stellt 100 Millionen Einträge von Restaurants, Bars oder anderen Lokalitäten bereit.  
iOS6 mit Facebook-Integration und eigenem Kartendienst

Ebenfalls eine tiefere Integration von Drittanbietern sind in der nächsten Generation des neuen Macintosh-Betriebssystems Mac OS 10.8 zu besichtigen, der ebenfalls auf der WWDC vorgestellt wurde. Mountain Lion, so der Produktname, wird bereits im Juli ausgeliefert und kommt mit Einbindung von Twitter, Flickr und dem Videoportal Vimeo daher. 

Vor allem jedoch die Anbindung an Apples Speicherdienst iCloud wurde auf der fast zweistündigen Keynote hervorgehoben. Besuchte Webseiten können nun automatisch mit jedem Gerät synchronisiert werden; andere Anwendungen wie Mail, Kontakte, Kalender oder Messages sollen noch leichter synchronisiert werden können.
Der bisher auf dem Mac bekannte Chatservice iChat wird durch iMessage ersetzt, das Apple-Nutzer bereits von der Kommunikation via iPhone und iPad kennen. Eine weitere Neuerung der iOS-Nutzung erreicht die Mac-Welt: Mirroring via AirPlay, also das Abbilden von Inhalten des iOS-Geräts via AppleTV auf den Fernseher, wird nun via Mac möglich. 
"Der schönste Computer, den wir je gebaut haben"
Das eigentliche Highlight des Apple-Events kam jedoch aus dem Hardware-Bereich. Apple erneuerte nicht nur erwartungsgemäß sein beliebtes MacBookAir mit einer Generalüberholung unter der Oberfläche – der Intel-Prozessor Ivy Bridge und bis zu 8 GB Arbeitsspeicher machen das ultradünne Apple-Laptop bis zu 60 Prozent schneller. 
Der Kultkonzern aus Cupertino wartete vielmehr mit einem Must-Have-MacBook auf: einem komplett neu erfundenem MacBook Pro mit dem von iPhone und iPad bekannten hoch auflösenden Retina-Display, das bis zu 2880 x 1800 Pixel darstellt  . "Das ist der schönste Computer, den wir je gebaut haben", erklärte Apple-CEO Tim Cook stolz bei der Präsentation. 
Star der WWDC-Keynote: MacBook Pro mit Retina-Display
Das neue 15"-MacBook Pro ist dabei eng an das Design-Vorbild Mac Book Air angelehnt: Es ist wesentlich dünner (1,8 cm) und leichter als die Vorgängermodelle. Es ist gleichzeitig das dünnste MacBook Pro und wird mit Flashspeicher und Intels Vierkernprozessor Core i7 ausgeliefert. Apples neuer Design-Klassiker hat allerdings seinen Preis: 2199 Dollar kostet das günstigste Modell – im Vorfeld hatten die Gerüchte gar bei 4000 Dollar gelegen. 
Die Börse zeigte sich dennoch – wie sooft bei Produktpräsentationen von Apple – nicht von den Neuheiten beeindruckt und kassierte die Zugewinne der Aktie im Vorfeld der Keynote nach der Vorstellung komplett wieder ein und rutschte gar um 9 Dollar ins negative Terrain auf 571 Dollar.  

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