Spiegel startet deutschen New Scientist

Publishing Ob bei Holtzbrinck, Bertelsmann oder jetzt beim Spiegel: Die deutschen Verlagsmanager glauben feste daran, dass im Wissenschaftsbereich Wachstumspotential steckt. Dies dürfte einer der Hauptgründe dafür sein, dass der Spiegel ab Ende des Jahres eine deutschsprachige Lizenzausgabe des renommierten britischen Wissenschaftsmagazins New Scientist an die heimischen Kioske bringt. Dabei gehen die Hamburger gleich ins Risiko. Sie bauen eine 20-köpfige Redaktion auf und bringen das neue Magazin von Beginn an im wöchentlichen Rhythmus.

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Chefredakteur wird Lothar Kuhn. Seit 2007 ist der 45-Jährige stellvertretender Chefredakteur des Harvard Business Manager, dessen deutsche Lizenzausgabe auch von der Spiegel Gruppe verlegt wird. Der britische New Scientist erscheint seit 1956 und wird von der Reed Elsevier-Tochter Reed Business Information verlegt. Laut Spiegel-Pressemitteilung soll die durchschnittliche verkaufte Auflage der UK-Ausgabe bei 137.600 Exemplaren liegen.
Zum Konzept von Kuhn verrät der Verlag in einer ersten Mitteilung nur, dass sich das Magazin an „Alle“ richten soll, „die sich aktuell, unterhaltsam und kritisch über die wichtigsten Trends in Wissenschaft und Technik informieren wollen.“ "Unser neuer Titel steht für qualitativ anspruchsvollen Journalismus und passt daher exzellent in das Portfolio unseres Hauses“, erklärt Michael Plasse, Verlagsleiter des Manager Magazin Verlags und neben Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe Geschäftsführer der neuen Unternehmenstochter. "Wie die britische Ausgabe wird auch der deutsche New Scientist einen ganz eigenen Blick auf aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft und Technik werfen und sich nicht zuletzt in Folge der wöchentlichen Erscheinungsweise deutlich von anderen Wissenschaftsmagazinen unterscheiden.“
Die Entwicklung des neuen Magazins will die Redaktion mit einem eigenen Blog begleiten. In seinem ersten Posting erklärt Kuhn, dass es bisher im deutschsprachigen Raum „kein vergleichbares Magazin“ geben würde, „das sich so aktuell und umfassend mit den wichtigsten Trends in Wissenschaft und Technik auseinandersetzt“. Und das obwohl die neuesten Erkenntnisse über unser Gehirn, Umweltzerstörungen durch den Klimawandel oder die Dynamik des Internets das Leben jedes Einzelnen, die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes stärker denn je beeinflussen würden. „Wenn Sie wissen wollen, wie das Universum entstanden ist und was die Welt im Innersten zusammenhält, was Bewusstsein ausmacht und wie wir morgen arbeiten werden, dann ist der New Scientist das richtige Magazin für Sie.“

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