Google: Maps-Update aus Apple-Angst

Es wirkt wie das hektische Säbelrasseln vor dem ganz großen Showdown. Um Apple die Überraschungsankündigung eines eigenen Kartenangebots zu vermiesen, die auf der Entwicklerkonferenz WWDC nächste Woche erwartet wird, stellte Google selbst schnell Neuerungen seines Erfolgsdienstes Maps vor. Die blieben jedoch vage: "Bald" soll Googles digitale Karten auch in 3D- und im Offline-Modus nutzbar sein – und das auch auf Tablets. Einen Zeitpunkt dafür nannte Google dafür allerdings ebenso wenig wie neue bahnbrechende Features.

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Es wirkt wie das hektische Säbelrasseln vor dem ganz großen Showdown. Um Apple die Überraschungsankündigung eines eigenen Kartenangebots zu vermiesen, die auf der Entwicklerkonferenz WWDC nächste Woche erwartet wird, stellte Google selbst schnell Neuerungen seines Erfolgsdienstes Maps vor. Die blieben jedoch vage: "Bald" soll Googles digitale Karten auch in 3D- und im Offline-Modus nutzbar sein – und das auch auf Tablets. Einen Zeitpunkt dafür nannte Google dafür allerdings ebenso wenig wie neue bahnbrechende Features. 
Angriff, so heißt es immer wieder gerne, sei die beste Verteidigung. Aber gilt das auch für die seltsam uninspirierte Pressekonferenz, die Googles Produktmanager gestern in San Francisco veranstalteten? 
Jeder weiß schließlich, dass die kommende Woche ganz im Zeichen von Apples großer Entwicklerkonfrenz WWDC stehen wird, auf der der wertvollste Konzern der Welt mutmaßlich zwei Dinge verkünden wird: Den Start eines eigenen Kartendienstes und das Ende von Google Maps auf iOS.
Google Maps im Offline-Modus, Google Earth in 3D auf Android und iOS
Entsprechend bemühte sich Google gestern, seinen beliebten Kartendienst noch einmal im besten Licht erscheinen zu lassen. Nämlich mit zwei Verbesserungen: Einerseits soll Google Maps künftig auch im Offline-Modus verfügbar sein. Man kennt das Dilemma ja auf Auslandsreisen: Roaming ist deaktiviert, Wifi nicht verfügbar – und Google Maps nicht nutzbar. Das Feature dürfte also seine Freunde finden.
Ebenfalls kündigte Google ein verbessertes 3D-Angebot an, das Nutzer schon von Google Streeview kennen. Künftig soll auch Google Earth 3D-Bilder anbieten – zunächst von Großstädten, in denen insgesamt über 300 Millionen Menschen leben. Dafür hat Google keine Kosten und Mühen gescheut, wie Brian McClendon, verantwortlich für die Produktentwicklung von Google Maps, herausstellte.
"Angst vor einem Produkt hat, das Apple noch gar nicht vorgestellt hat"
Neben Spezialkameras auf Autos und Fahrrädern habe der wertvollste Internetkonzern sogar Flugzeuge oder Skiläufer eingesetzt, um Bereiche abzubilden, die mit einem Fahrzeug nicht erreichbar sind. Das geht bis zu Ureinwohnern im Dschungel von Brasilien. Android- und iOS-Nutzer werden in den Genuss der Bilder auf Google Earth "bald" kommen, erklärte McClendon. Wie bald "bald" ist? Google ließ das völlig offen. 
Entsprechend höhnisch fiel das Echo der Tech-Presse aus. "Das war langweilig. Sehr, sehr langweilig", watschte der "Business Insider" Google Kartendienst-Event ab. "Am Ende des Tages, sah es so aus, als ob Google Angst vor einem Produkt hat, das Apple noch gar nicht vorgestellt hat." Am kommenden Montagabend deutscher Zeit ist es Zeit für Fakten.

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