DJU wirft deutschem WWF Zensurversuch vor

Publishing Schwerer Vorwurf gegen die Umweltschützer vom World Wildlife Fund: Die Deutsche Journalisten-Union (DJU) hält der deutschen Sektion des WWF vor, Buchändler drangsaliert und dazu gebracht zu haben, das kritische "Schwarzbuch WWF" des Autors Wilfried Huismann aus dem Sortiment zu entfernen. Dies sei ein "nicht akzeptabler Versuch rechtlich zweifelhafter Einschüchterungsversuche", so die DJU-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß. Denn der WWF habe bislang keinerlei justiziable Handhabe für seine Maßnahmen.

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Huismann, dreifacher Grimmepreisträger, hat im Gütersloher Verlagshaus das WWF-kritische Werk herausgebracht. Aufgrund seiner Recherchen kommt er zu dem Schluss, dass der spendenfinanzierte WWF durch seine Partnerschaftspolitik mit multinationalen Konzernen in belegbaren Fällen indirekt zur Naturzerstörung beitrage.
Dagegen geht der WWF – bislang allerdings ohne rechtliche Grundlage – vor. Nach Auffassung der DJU wurden Vertriebsfirmen und Versandhandel wie Thalia, Libri, KNV oder Amazon massiv angegangen. So fordere der WWF wegen "zehn willkürlich herausgegriffener Aussagen Huismanns" in dem 255-Seiten-Buch die Vertriebsfirmen auf, dessen Weiterverbreitung zu unterlassen. Offenbar mit Erfolg: Die Firmen hättenleich das ganze Buch aus ihrem Programm genommen, so dass dieses zurzeit nur relativ mühsam direkt über den Verlag bezogen werden kann, so die DJU.
Über eine vom WWF beantragte einstweilige Verfügung entscheidet das Landgericht Köln erst 15. Juni. „Auf die Einschüchterung durch den WWF, der damit seine Glaubwürdigkeit als Umweltschutzorganisation vollends zu verlieren droht, reagieren die Vertriebsfirmen mit voraus eilendem Gehorsam und versuchen, mit ihrer wirtschaftlichen Macht ein kritisches Buch vom Markt zu drängen“, kritisierte Haß.

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