Netzwerk Recherche zieht Bilanz und schaut nach vorn

Publishing Auf der Mitgliederversammlung des Journalistenvereins Netzwerk Recherche wurde am vergangenen Freitag Bilanz gezogen: Die Aufklärung einer Serie von fehlerhaften Verbuchungen von Fördergeldern in den vergangenen Jahren kostete den Verein ca. 130.000 Euro. Unterm Strich ergab sich für das vergangene Jahr ein Minus von 157.000 Euro.

Werbeanzeige

Da der Verein über hohe Rücklagen verfügt, droht dennoch kein finanzieller Engpass. Sponsoren und Anzeigenkunden waren abgesprungen, nachdem eine Affäre um Fördergelder publik wurde. Der Verein hatte die Aufklärung selber vorangetrieben. Der Kontostand des Vereins bewege sich bei 352.000 Euro, berichtet die Berliner Zeitung. Der schon seit Jahren gehegte Plan, eine Stiftung zu gründen, steht noch auf der Agenda.

Im Vorfeld der Jahrestagung hatte Rüdiger Pichler, Professor für Kommunikationsdesign und NR-Mitglied, eine Reihe von Fragen an den Vorstand des Netzwerks gerichtet. Die Aufarbeitung der Affäre sei nicht so transparent verlaufen, wie vom Vorstand behauptet. NR-Chef Oliver Schröm wies die Vorwürfe als "Blödsinn" zurück, u.a. in einem Gespräch mit dem Medienmagazin von radioeins. Pichler selber war nicht zur Mitgliederversammlung erschienen.

Am Freitag und Samstag hatte das Netzwerk seine Jahreskonferenz in Hamburg abgehalten. Titel: "DigiTal der Ahnungslosen – Recherche jenseits von googeln und mogeln".

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige