Facebook-Aktie: Fiasko mit Konsequenzen?

Die große Börsenblamage von Facebook will nicht enden: Um weitere 16 Prozent brach die Aktie des weltgrößten Social Networks in der vergangenen Woche ein. Seit dem Börsendebüt vor zwei Wochen sitzen Aktionäre auf haarsträubenden Verlusten von 27 Prozent – wer am ersten Handelstag kaufte, hat sogar noch mehr draufgezahlt. Während Mark Zuckerberg unbeeindruckt auf seiner Hochzeitreise in Italien weilt, laufen an der Wall Street bereits Übernahme-Wetten auf Facebook.

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Die große Börsenblamage von Facebook will nicht enden: Um weitere 16 Prozent brach die Aktie des weltgrößten Social Networks in der vergangenen Woche ein. Seit dem Börsendebüt vor zwei Wochen sitzen Aktionäre auf haarsträubenden Verlusten von 27 Prozent – wer am ersten Handelstag kaufte, hat sogar noch mehr draufgezahlt. Während Mark Zuckerberg unbeeindruckt auf seiner Hochzeitreise in Italien weilt, laufen an der Wall Street bereits Übernahme-Wetten auf Facebook.
Es scheint, als habe sich alles gegen Mark Zuckerberg verschworen: Selbst am Geldautomat erlebt der Facebook-Gründer derzeit ein Fiasko. So geschehen auf seiner Hochzeitsreise in Italien: Auf der Insel Capri war für den 28-Jährigen bei der "Banca della Campania" nichts zu holen – obwohl mit dem Automaten alles in Ordnung war, wie die Bank bestätigte. 
Mark Zuckerberg wird es verschmerzen können – angesichts eines Vermögens von mehr als 14 Milliarden Dollar dürfte es sich beim gescheiterten Abhebeversuch wohl um einen technischen Defekt gehandelt haben. Real sind dagegen die Verluste der ersten zwei Wochen an den Aktienmärkten, die Zuckerbergs Vermögens inzwischen um fast fünf Milliarden Euro rasiert haben. 
Facebook-Aktie: Zwischenzeitlich 40 Prozent verloren

Das ist das Ergebnis eines beispiellosen Kursrutsches, den in dieser Form vor dem "Börsengang des Jahrhunderts" wohl keiner für möglich gehalten hätten: Um sage und schreibe 27 Prozent notierten die Facebook-Aktien am Freitag zu Handelsschluss tiefer als noch vor zwei Wochen zuvor, als die Papiere mit größtmöglichem Getöse an der Technologiebörse Nasdaq gestartet waren. 
Ausgabekurs am 18. Mai: 38 Dollar. Schlusskurs am 1. Juni: Weniger als 28 Dollar – tags zuvor fiel das Papier gar unter 27 Dollar zurück. Vom Allzeithoch bei 45 Dollar am ersten Handelstag hat die Aktie damit in der Spitze mehr als 40 Prozent an Wert eingebüßt! Damit ist Facebook zum mit Abstand schlechtesten Börsengang eines Debütanten im Milliarden-Dollar-Bereich geworden – ein echtes Fiasko für Firmengründer Mark Zuckerberg.
"Geduld mitbringen": Schützenhilfe von Morgan Stanley
Doch den scheint das Debakel in seinen Flitterwochen bislang nicht zu interessieren – Mark Zuckerberg schweigt sich sehr zur Verwunderung der Finanzszene weiter über das Börsendebakel aus. Dagegen sprechen die Banken: "Anleger sollten ein bisschen Geduld mitbringen", bietet James Gorman, CEO des Konsortialführers Morgan Stanley, wenig überraschend auch verbale Schützenhilfe.
In der Onlinebranche schürt Facebooks furioses Fiasko unterdessen interessante Gedankenspiele. So regt der frühere Valleywag-Chefredakteur Owen Thomas eine Übernahme durch Apple an: "Natürlich müsste Apple einen Premiumpreis zum letzten Schlusskurs zahlen", erklärt Thomas. "Aber wären Aktionäre inzwischen nicht froh, die 38 Dollar pro Aktie einmal wiederzusehen?"
Könnte Apple für Facebook bieten?
Thomas stützt seine Hypothese auf die Erklärungen des Apple-CEOs Tim Cook im Gespräch mit den Wall Street Journal-Reportern Walter Mossberg und Kara Swisher vergangene Woche. Cook hatte auf der D10-Konferenz erklärt, Facebook sei "das Unternehmen, das Apple am ähnlichsten ist". 
Bleibt die Frage, ob Apple für eine mögliche Übernahme wirklich sein legendäres Bargeldkonto plündern würde oder der Deal von Wettbewerbshütern das grüne Licht bekäme. "Wenn Apple tatsächlich ein Gebot abgibt und Mark Zuckerberg es ablehnt, dürfte er es sich mit Investoren verscherzen", mutmaßt Owen Thomas. Vielleicht klappt es bei Mark Zuckerberg nach einer Mega-Transaktion dann auch wieder am Geldautomaten…

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