Was ist dran am Facebook-Smartphone?

Publishing Der Börsengang von Facebook brachte kurzfristig keinen Erfolg. Und nun? Werden Gerüchte laut, dass das Social Network ein eigenes Smartphone auf den Markt bringen könnte. Das ist nicht neu: Schon zweimal waren derartige Pläne an die Öffentlichkeit gedrungen. Zuletzt spekulierte die New York Times unter Berufung auf anonyme Informanten, 2013 könne das Telefon in den Regalen stehen. Personell hat sich Facebook bereits verstärkt – auf Kosten eines anderen Konkurrenten.

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Das technische Know-how für das Smartphone-Konzept sollen laut den Informanten Entwickler mitbringen, die zuvor bei Apple gearbeitet haben. Einige davon hätten angeblich bereits am iPhone mitgebastelt, ein weiterer soll am iPad mitgebaut haben.

Es wäre wohl bereits der dritte Versuch von Facebook, selbst ein Mobiltelefon auf den Markt zu bringen. 2010 berichtete Techcrunch von einem solchen Plan, die Verantwortlichen hätten damals aber angesichts einiger Hindernisse das Vorhaben frühzeitig abgebrochen. 2011 war auf allthingsd.com zu lesen, dass Facebook und HTC an einem Mobiltelefon mit dem Codenamen „Buffy“ arbeiten würden – in Anlehnung an die TV-Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“.

Von Facebook ist weder ein Dementi noch eine Bestätigung zu den jüngsten Gerüchten zu erfahren. „Wir sind in der gesamten mobilen Branche aktiv und arbeiten mit Hardware-Herstellern, Anbietern von Betriebssystemen und Applikations-Entwicklern zusammen“, heißt es lediglich.  

Angeblich fürchtet Facebook-CEO Mark Zuckerberg, dass er im Mobile-Bereich der Konkurrenz hinterherhinken könnte. Die New York Times zitiert in diesem Zusammenhang einen Facebook-Mitarbeiter: „Mark ist besorgt: Wenn er kein eigenes Smartphone kreiert, könnte Facebook in Zukunft nur eine einfache App auf anderen mobilen Plattformen werden.“ Und das will Zuckerberg sicher verhindern.

Zudem hatte Facebook zuletzt in einem Börsenprospekt eingeräumt, dass der Boom der Mobile-Branche sich eher negativ auf die Geschäftszahlen auswirken könnte. Denn auf Tablets und Mobile-Geräten würden die Facebook-Nutzer bislang keine Werbung zu sehen bekommen. Und da mittlerweile knapp 488 Millionen der insgesamt 901 Millionen Facebook-User mobil auf das Social Network zugreifen, geht dem Unternehmen hier viel Geld durch die Lappen. Facebook hat zwar Pläne für Mobile-Werbeanzeigen angekündigt – da Anzeigen auf mobilen Geräten aber eher wenig Geld bringen, ist hier nur mit geringen Erlösen zu rechnen. Ein eigenes Smartphone könnte helfen, diese Lücken zu stopfen.

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