Ringier stellt PresseTV zum Jahresende ein

Fernsehen Der Schweizer Medienkonzern Ringier stoppt zum Jahresende alle für PresseTV selbst produzierten Sendungen. Dies betreffe die Formate cashTV, GesundheitSprechstunde, MotorShow tcs und SonntagsBlick Standpunkte, teilte das Unternehmen mit Sitz in Zürich heute mit. Grund: Die Fernsehaktivitäten blieben hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zurück.

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Wörtlich hieß es in der Verlautbarung: "Die Geschäftsleitung Ringier Schweiz hat nach reiflicher Abwägung von Rahmenbedingungen, konjunktureller Situation und zu erwartendem Geschäftsverlauf entschieden, per Ende Jahr auf die Produktion der journalistisch sehr gut gemachten aber schon seit längerem defizitären und deshalb quersubventionierten Formate zu verzichten."
Die am Standort Hagenholz in Zürich von rund 35 Mitarbeitenden verantworteten Formate gehören dem Geschäftsbereich Ringier Entertainment Fernsehen an. Für wieviele Mitarbeitende die Einstellung der Sendungen eine Kündigung mit sich bringt, werde sich "in den nächsten drei bis vier Wochen zeigen". Die Kündigungen sollen mehrheitlich per Ende 2012 erfolgen und durch einen Sozialplan begleitet werden.
Zu Ringier Entertainment Fernsehen gehören nach der Einstellung der Sendungen für PresseTV auch weiterhin die Abteilungen RingierTV Productions und WebTV. Ringier ist im Fernsehbereich zudem beteiligt an Sat.1 Schweiz (40 Prozent), der TV-Produktionsfirma Grundy Schweiz AG (35 Prozent) sowie am Teleclub (33,3 Prozent). Fernsehen bleibe für Ringier somit auch weiterhin ein Geschäftsfeld von strategischer Bedeutung, betonte das Medienhaus.

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