Latex-Bilder: Pauli gewinnt gegen Bild

Publishing Das Einzige, das von dem längst eingestellten Magazin Park Avenue übrig geblieben zu sein scheint, sind die Latex-Fotos von Gabriele Pauli. Jetzt rücken die Bilder mal wieder ins öffentliche Interesse, weil die ehemaligen CSU-Landrätin gegen die Bild vor Gericht zog und einen Teilerfolg erzielte. In seiner "Post von Wagner" war Franz-Josef Wagner 2007 über die Fotos hergezogen. Wie das Landgerichts Traunstein nun entschied, überschritt er damit allerdings die "Grenze zur Schmähkritik".

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Wagner hatte in seinem Kommentar geschrieben, dass die Fotos klassische Pornografie seien. Dass aber kein Mann eine Frau aus einem Porno-Film lieben würde. Dann fragt er, warum Pauli nach Ihrem Stoiber-Triumph nicht die brave, allein erziehende Mutter geblieben sei? "Warum lassen Sie sich so fotografieren?". Seine Antwort: "Sie sind die frustrierteste Frau, die ich kenne. Ihre Hormone sind dermaßen durcheinander, dass Sie nicht mehr wissen, was wer was ist. Liebe, Sehnsucht, Orgasmus, Feminismus, Vernunft. Sie sind eine durchgeknallte Frau, aber schieben Sie Ihren Zustand nicht auf uns Männer."

Die achte Zivilkammer des Landgerichts Traunstein entschied nun, dass die Bilder jedoch nicht pornografisch seinen und deshalb auch nicht so bezeichnet werden dürfen. Pauli war auch gegen die Formulierung "durchgeknallte Frau" vorgegangen. In diesem Fall sah der Vorsitzende Richter Dieter Weidlich die "Grenze zur Schmähkritik" überschritten.

Abschließend gab er Paulis Klage auf Unterlassung gegen Springer statt. Allerdings kam das Gericht der Forderung nach 5.000 Euro Schmerzensgeld nicht nach, da der fragliche Vorgang bereits fünf Jahre zurückliege. Deshalb sei umfangreiche Berichterstattung über das Thema sei zum jetzigen Zeitpunkt wohl nicht mehr gegeben. Zum anderen habe Frau Pauli "die Fotos unbestritten anfertigen lassen".

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