Apple zensiert Nackt-Kunstwerk

Publishing Europäische Kunst die Prüderie US-Amerikanischer Web-Companys passt nicht immer zusammen. Vor Jahren hatte die Yahoo-Tochter Flickr mit einem Shitstorm zu kämpfen, weil die eigene Filtersoftware Fotos von Aktgemälden alter Meister als Porno sperrte. Laut Focus lieferte Apple gerade den nächsten Beweis, den Unterschied zwischen Porno und Kunst nicht zu verstehen. Die US-Firma zensierte einfach ein Akt-Gemälde deutschen Expressionisten Max Beckmann.

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Mit Beckamanns nackter „Schlafende“ hatte die Münchner Pinakothek der Moderne im iTunes-Store für seine kostenlose App geworben. Die Applikation begleitet die Ausstellung „Frauen – Picasso, Beckmann, de Kooning“. Das Ölgemälde aus dem Jahr 1924 war im App-Store in der Vorschau für die iPad-Version der Galerie-Applikation zu sehen gewesen.

Die entschärfte Version der App im iTunes-Store

Wie der Focus in einer kommenden Ausgabe berichtet stufte Apple das Bild offenbar  als sexuell aufreizend ein und verbannt die App für eine Woche aus seinem Angebot. Mittlerweile ist sie wieder online. Allerdings mit einer Freigabeempfehlung ab 12 Jahren, einer Warnung vor sexuellen Inhalten und ohne die Nackte in der Vorschau.

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