ZAW: Medien nehmen 2012 weniger mit Werbung ein

Marketing Düstere Prognose für die deutsche Medienbranche: Wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft auf Basis seiner Frühjahrsumfrage mitteilt, rechnet er für 2012 mit einem Netto-Minus von 0,5% bei den Werbeeinnahmen. Und das trotz Fußball-EM und Olympia.

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Demnach werden die Medien 18,83 Mrd. Euro netto mit Werbung einnehmen, 2011 waren es 18,93 Mrd. Nach zwei Jahren mit einer positiven Bilanz wäre das ein erneuter Rückschritt. Insgesamt, also mit Honoraren/Gehältern und Werbemittelproduktion käme der deutsche Werbemarkt auf 30,18 Mrd. Euro – ein kleines Plus von 1,0%. Nur 28% der ZAW-Mitgliedsorganisationen rechnen in der Frühjahrsumfrage mit steigenden Investitionen, 63% mit einer Stagnation und 9% mit sinkenden Werbeumsätzen.

Die Zahlen sind um so bitterer, wenn man bedenkt, dass 2012 eine Fußball-EM und Olympische Sommerspiele stattfinden. Für den ZAW sind die beiden Events kein Grund für eine Werbemarktbelebung: "Solche Großereignisse des Sports spiegeln sich zwar inhaltlich in Anzeigen, Spots und auf Plakaten wider, führen regelmäßig aber nur punktuell zu tatsächlich höheren Werbebudgets. Werbemassierungen einzelner Unternehmen in einzelnen Medien wie auch in der Werbeplattform Internet im Umfeld von Sportberichten sind deshalb häufig optische Täuschungen, die kaum die Werbebilanz stimulieren", so der Verband.

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