Twitter unterstützt „Do not track“-Standard

Publishing Während Facebook sich außergerichtlich mit Klägern einigen muss, die juristisch gegen Werbung in ihrem Namen vorgegangen waren, hat Twitter seine Tracking-Pläne offenlegt. In den neuen Datenschutzrichtlinien erklärt das Social Network, an welchen Stellen im Web man plane, Nutzerdaten zu sammeln und was mit ihnen passiere. Vorbildlich: Twitter erklärt, wie man sich diesem Tracking entziehen kann und schließt sich dem freiwiligen Datenschutzstandard “Do not Track” an.

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Konkret erklärt Twitter, basiernd auf den Besuchen auf Webseiten Dritter, die etwa ein Social Plugin nutzen, maßgeschneiderte Inhalte anzubieten. Ferner heißt es: “Wenn unsere Schaltflächen oder Widgets auf diesen Websites erstmals geladen und angezeigt werden, erhalten wir Log-Daten, einschließlich der Webseite, die Sie besucht haben, sowie einen Cookie, der Ihren Browser identifiziert." Diese Daten würden nach spästestens zehn Tagen gelöscht.

Nutzt man Twitter aktiv, twittert also selbst und ist nicht nur eingeloggt, kann der Mikrobloggingdienst unter anderem die IP-Adresse, das Betriebssystem bzw. eine Geräte- oder App-ID sowie Daten zum Mobilfunkprovider oder den Aufenthaltsort eines Nutzers tracken. In solch einem Fall würde man die Daten bis zu 18 Monate lang speichern. An dieser Stelle formuliert Twitter etwas vage, dass nach Ablauf der Frist die Daten entweder komplett gelöscht oder aber der Name und die Mail-Adresse entfernt würden. Die restlichen Datensätze wären damit weiterhin verfügbar.

Wofür will Twitter diese Daten genau? Auf Basis von Webseitenbesucher will das Social Network, ähnlich wie Facebook, Empfehlungen generieren. Surft man etwa vermehrt auf den Seiten der US-Serie “Mad Men”, würde Twitter etwa den offiziellen Account vorschlagen. Keine schlechte Idee. Allerdings lässt man den Nutzern die Wahl, ob sie den Service nutzen wollen oder lieber mehr Wert auf Privatsphäre legen.

In einem Blogposting erklärt Othman Laraki, Director Growth and International bei Twitter, dass man mittlerweile die Do-not-Track-Initiative unterstütze. Hat man also dieses Feature im Browser aktiviert, kann Twitter keine personenbezogenen Daten sammeln.

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