Apple: Übernahme-Posse um Loewe

Es klang nach einem echten Übernahmecoup: Das Apple-Blog AppleInsider berichtete am Wochenende von einer Akquisition des deutschen Traditionsfernsehherstellers Loewe. Die Kronacher schienen ins Konzept des wertvollsten Unternehmens der Welt zu passen: Wie auch Apple setzt Loewe auf edles Lifestyle-Design und bietet sogar bereits mit Apple kompatible Accessoires wie Lautsprecher an. Am Sonntag kam die Ernüchterung: Loewe dementierte sämtliche Übernahme-Gerüchte.

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Es klang nach einem echten Übernahmecoup: Das Apple-Blog AppleInsider berichtete am Wochenende von einer möglichen Akquisition des deutschen Traditionsfernsehherstellers Loewe. Die Kronacher schienen ins Konzept des wertvollsten Unternehmens der Welt zu passen: Wie auch Apple setzt Loewe auf edles Lifestyle-Design und bietet sogar bereits mit Apple kompatible Accessoires wie Lautsprecher an. Am Sonntag kam die Ernüchterung: Loewe dementierte sämtliche Übernahme-Gerüchte.
Es wäre wieder einmal eine Überweisung aus der Portokasse gewesen: 87 Millionen Euro oder umgerechnet 112 Millionen Dollar wolle Apple für ein deutsches Traditionsunternehmen bieten, vermeldete das US-Blog AppleInsider am Wochenende. Die Loewe AG wolle bis Freitag über die Übernahmeofferte entscheiden. 
Für den wertvollsten Konzern der Welt hätte die Akquisition mit sprichwörtlichen Peanuts bezahlt werden können: Die kolportierten 112 Millionen Dollar, die einem marktüblichen Aufschlag von knapp 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Börsenwert vom Freitag entsprechen, hat Apple im vergangenen Quartal an nicht einmal einem Tag verdient.
Loewe produziert bereits Lösungen für Apple-Geräte
Und der Deal schien Sinn zu machen: Wie Apple-Produkte zeichnen sich auch die TV- und Peripherie-Angebote des 1929 gegründeten fränkischen Traditionskonzerns durch minimalistisches Design und durchaus knackige Preise aus. Dieses Jahr verkündete Loewe dann auch eine engere Kooperation mit Apple mit Lautsprechern, die speziell auf Apples AirPlay-Techologie im iPad oder iPhone abgestimmt waren.
Entsprechend schienen die Übernahmegerüchte gut zu Apples wahrscheinlichem Einstieg in den TV-Markt zu passen. Erst Ende vergangener Woche hatte Foxconn-Chef Terry Gou durchblicken lassen, die Produktion eines Apple-Fernsehers laufe demnächst an. 
"Da ist nichts dran"
Der schlingernde deutsche Nischenplayer, der 2010 aus dem SDax geflogen und in den vergangenen beiden Jahren kleinere Verluste eingefahren hatte, wäre allerdings wohl kaum der geeignete Partner für die millionenfache Massenproduktion von TV-Geräten für den mit Abstand wertvollsten Konzern der Welt. 
"Überhaupts nichts" sei an den Gerüchten dran, wiegelte ein Loewe-Sprecher am Sonntag ab. Ob ein gut gestreutes Gerücht in Richtung von AppleInsider oder pure Erfindung – etwas von Apples Strahlkraft können die Kronacher beim Kampf um die schwarze Null fraglos gut gebrauchen. 

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