Salafist schlägt auf Spiegel TV-Reporter ein

Fernsehen Einem seiner Söhne gab er den Namen Dschihad ("Heiliger Krieg"), und auch sonst wird dem Deutsch-Ägypter Reda Seyam eine Nähe zu radikal-islamistischen Kreisen und Al Qaida-Sympathisanten nachgesagt. Am heutigen Freitag schlug der 52-Jährige zu, als ihn ein Reporter-Team von Spiegel TV in Berlin-Charlottenburg interviewen wollte. Teile der Ausrüstung gingen zu Bruch, der Kamera-Assistent wurde verletzt und die Situation erst durch das Eingreifen der Polizei beruhigt.

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Es war eine Situation, wie man sie aus vielen Beiträgen des "Spiegel TV Magazins" kennt: Seyam saß im Auto, die Reporter gingen mit laufender Kamera auf ihn zu und stellten ihm Fragen. Der Deutsch-Ägypter reagierte nicht mit Worten, sondern griff nach Team und Ausrüstung, zerstörte Teile des Equipments und schlug damit auf den Tonmann ein. All das dauerte nur Sekunden. Der Reporter versuchte noch, den Angreifer zu beruhigen, aber vergebens. Erst als die Polizei mit Waffen und Schutzwesten anrückte, war das Team in Sicherheit. Gegen den Gewalttäter wurde Anzeige wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung erstattet.
Seyam ist kein Unbekannter, sondern gilt als einer  Top-Islamisten in Deutschland. Zudem werden ihm, wie Spiegel Online berichtet, Kontakte zum Terrornetzwerk Al Qaida nachgesagt. Die CIA verdächtige ihn darüberhinaus, einer der mutmaßlichen Drahtzieher des Bombenattentats auf Bali im Jahr 2002 mit 202 Toten gewesen zu sein. In der jüngsten Vergangenheit wurde der Deutsch-Ägypter im Umfeld der Koranverteilungen in deutschen Städten gesichtet, ebenso laut einem Szene-Zeugen bei Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen in Bonn, bei Polizisten durch Messerstiche verletzt worden waren – der Anlass für Spiegel TV, ihn nach seiner Rolle bei den Protesten und seinen Beweggründen zu befragen.
Über den Vorfall und die Hintergründe wird das "Spiegel TV Magazin" am Sonntagabend ab 22.15 Uhr (RTL) berichten.

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