Nachfrage schwächelt: Floppt der Facebook-IPO?

Erstaunliche Wendung beim größten Börsengang eines Internet-Unternehmens: Wie Bloomberg berichtet, fällt die Nachfrage vor dem Facebook-IPO von Seiten institutioneller Investoren offenbar geringer aus als erwartet. Das weltgrößte Social Network habe auf seiner Roadshow durchblicken lassen, dass es die optimistischen Umsatzerwartungen möglicherweise nicht erfüllen könne, berichtet Bloomberg. Bereits vor Wochen hatte Facebook Anleger mit seinen Geschäftszahlen fürs erste Quartal verunsichert.

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Erstaunliche Wendung beim größten Börsengang eines Internet-Unternehmens: Wie Bloomberg berichtet, fällt die Nachfrage vor dem Facebook-IPO von Seiten institutioneller Investoren offenbar geringer aus als erwartet. Das weltgrößte Social Network habe auf seiner Roadshow durchblicken lassen, dass es die optimistischen Umsatzerwartungen möglicherweise nicht erfüllen könne, berichtet Bloomberg. Bereits vor Wochen hatte Facebook Anleger mit seinen Geschäftszahlen fürs erste Quartal verunsichert.
Der Affront schien kalkuliert. Zu Beginn der Roadshow am Montag schlug Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in bekannter Bekleidung auf – nämlich im allseits bekannten Kapuzenpulli? Das gefiel nicht jedem Investmentbanker. Michael Pachter von Wedbush Securities warf dem 27-jährigen Firmengründer schlicht "Respektlosigkeit" vor. 
Ein anderer Vorwurf könnte für angehende Facebook-Aktionäre unterdessen schwerer wiegen. Wie der Finanzinformationsdienst Bloomberg berichtet, soll das Interesse einiger institutioneller Investoren nach der Präsentation auf der Roadshow geschwunden sein.
Schwächere Umsatzentwicklung als erwartet?
Facebook habe am Mittwoch verkündet, dass das Wachstum der Werbeerlöse nicht mit dem Nutzerwachstum Schritt halte, zitiert Bloomberg mit der Roadshow vertraute Personen. Das weltgrößte soziale Netzwerk habe vor Analysten gar durchblicken lassen, dass es möglicherweise die optimistischen Umsatzprognosen nicht werde halten können. Das Interesse institutioneller Investoren falle daher bisher geringer aus als erwartet.  
Kurz vor dem Börsengang erscheint eine versteckte Umsatzwarnung allerdings fragwürdig. Wenn Facebook tatsächlich bestimmte Umsatzziele zu korrigieren hat, müsste dies in einer gesonderten Pflicht-Mitteilung an Investoren kommuniziert werden. Die von Bloomberg zitierten Quellen erscheinen daher etwas vage.
"Die Erwartungen sind viel zu hoch"
Immer deutlicher wird allerdings, dass die in Facebook gesetzten turmhohen Erwartungen mit einer Bewertung von knapp 100 Milliarden Dollar sehr ambitioniert sein könnten. "Die Erwartungen sind viel zu hoch", glaubt etwa der japanische Analyst Mitsuo Shimizu von Iwai Cosmo Securities. 
In einer Woche – am 17. oder 18. Mai – will Facebook an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq debütieren und dabei über 10 Milliarden Dollar erlösen. Nach Ausübung von Wertpapierreserven ("Greenshoe") könnte das Volumen gar auf 13,6 Milliarden Dollar anschwellen – vorausgesetzt, das Anleger-Interesse nimmt bis dahin nicht ab.

Reuters will unterdessen das Gegenteil erfahren haben: Die Nachrichtenagentur berichtet bereits von einer Überzeichnung der Aktien. 

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