Vor Börsengang: Facebook startet Appcenter

Publishing Die App-Ökonomie macht auch vor Facebook nicht Halt: Zwar gab es Facebook-Apps schon seitdem das Netzwerk seine API für Entwickler geöffnet hat. Doch bislang handelte es sich größtenteils um Anwendungen, die sich lose über Mundpropaganda verbreiteten. Das soll sich mit dem App Center, das in den nächsten Woche live gehen soll, ändern. Auf einer Extra-Seite sollen Nutzer Apps kaufen und herunterladen können. Auch für Smartphones und Tablets soll der Shop geeignet sein.

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Kurz vor dem Börsengang will Facebook noch einmal demonstrieren, dass man durchaus in der Lage ist, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Denn bei über 900 Millionen Kunden war ein kurierter App-Katalog längst überfällig. Auf einer speziellen Unterseite bietet Facebook künftig in bester Appstore-Manier soziale Anwendungen zum Kauf und Download an.

Noch ist der Service nicht live. Das Unternehmen bittet Entwickler und Firmen um Einreichungen, die man in den nächsten Woche vor dem Launch des App Centers prüfen wolle. Auf den Screenshots ist zu erkennen, dass die Anwendungen in mehrere Kategorien unterteilt werden, etwa Lifestyle, Sport, Nachrichten oder Foto.

Auf Detailseiten lassen sich dann weitere Informationen zu einer App abrufen. Hier kann der Nutzer auch einsehen, auf welche Daten die Anwendung im Fall einer Installation zugreifen würde. Ferner lässt sich die Zielgruppe für Einträge festlegen, die eine App auf der Chronik eines Nutzers hinterlassen könnte.

Auch für Android und iOS verspricht Facebook eine ganze Reihe von Apps. So lässt sich das App Center unter facebook.com/appcenter auch von Smartphones und Tablets abrufen. Dabei sollen dem Nutzer nur Apps vorgeschlagen werden, die auch für das jeweilige System verfügbar sind. Hat der Nutzer die passende Anwendung gefunden, führt ein Klick auf der Detailseite zum Downloadlink im Appstore bzw. Android Market.

Facebook muss in nächster Zeit zeigen, dass es seine hohen Bewertungen auch wert ist. Apps wären ein guter Wachstumstreiber. Allein im vergangenen Jahr stammten 17 Prozent von Facebooks Gesamtumsatz vom Spieleanbieter Zynga (Farmville, Cityville). Das Social Network bekommt 30 Prozent aller Transaktionen, mit denen Publisher und Entwickler auf Facebook Geld verdienen. Zynga will künftig unabhängiger vom Social Network werden. Andererseits will sich Facebook unabhängiger vom Social Games machen und sein App-Geschäft auf andere Segmente ausweiten.

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