next12: Nach Berlin ist vor Moskau

Berlin formiert sich zur kommenden Internet-Hauptstadt Europas – das ist der Tenor der Berlin Web Week. In der Zukunft könnte jedoch noch einer Rivale erwachsen, den derzeit noch die wenigsten Gründer auf dem Zettel haben. Nicht aus London, Paris oder Barcelona könnte die nächste Startups-Welle, sondern aus Moskau. Das ist der Tenor des Panel "Looking East" am zweiten Tag der next-Konferenz. Treiber der Entwicklung: Der aktuell ziemlich schier unerschöpfliche Kapitalzufluss in der russischen Hauptstadt.

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Berlin formiert sich zur kommenden Internet-Hauptstadt Europas – das ist der Tenor der Berlin Web Week. In der Zukunft könnte jedoch noch ein neuer Rivale erwachsen, den derzeit noch die wenigsten Gründer auf dem Zettel haben. Nicht aus London, Paris oder Barcelona könnte die nächste Startups-Welle kommen, sondern aus Moskau. Das ist das Fazit des Panels "Looking East" am zweiten Tag der next-Konferenz. Treiber der Entwicklung: Der aktuell ziemlich schier unerschöpfliche Kapitalzufluss in der russischen Hauptstadt.

Es gibt viele gute Gründe, um Moskau näher kennen zu lernen – kulturelle etwa. Oder Zwischenmenschliche. "Die russischen Frauen sind ziemlich hübsch", bemerkt die Französin Maelle Gavet leicht schnippisch am zweiten Tag der Digitalkonferenz next. 
Gavet ist aus anderen Gründe nach Moskau gekommen – das Business lockt. Die 33-Jährige leitet als CEO die Geschäfte des heißesten Online-Shopping-Portal des russischen Riesenreichs – Ozon. Der bereits 1998 gegründete E-Commerce-Anbieter konnte im vergangenen September erst eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen abschließen und wird bereits als nächstes Milliarden-Unternehmen gehandelt.
"Kreativtalente aus dem Westen, Geld aus dem Osten"
Keine Frage: Der russische Markt boomt – nur kaum einer bekommt es mit. Mit 53 Millionen Nutzer kommt Russland noch vor Deutschland auf die meisten Internet-Nutzer. Mit Yandex, das im vergangenen Jahr an der amerikanischen Technologiebörse debütierte, kommt zudem der wertvollste europäische Internet-Konzern aus dem russischen Riesenreich, während Digital Sky Technologies (DST) als früher Groß-Investor von Facebook auffiel. 
Schnell wird klar: Geld ist nicht das Problem in Moskau, wie Gavet auf der next-Konferenz bestätigt: "Davon gibt es mehr als genug." Woran es mangelt: Zu wenig fähige Fachkräfte und die echte Aufbruchsstimmung.

"Kreativtalente aus dem Westen, Geld aus dem Osten, das ist der Erfolgsrezept für Internet-Startups in Moskau", erklärt etwa Panel-Teilnehmer Stefan Erschwendner vom digitalen Think Tank LHBS. Eine Erkenntnis der next12: Im Osten gibt es einiges Neues – Berlin ist sexy, in Moskau sitzt das Geld. 

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