Arne Willander wird Vizechef beim Rolling Stone

Publishing Stühlerücken und Postenwechsel beim deutschen Rolling Stone. Der bisherige Vize-Chefredakteur Joachim Hentschel hat den Posten verlassen, sein Kollege Arne Willander übernimmt. Zuvor hatte sich schon Torsten Gross in Richtung Spex verabschiedet.

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Ende Januar gab die Axel Springer AG, die die deutsche Ausgabe der Musikzeitschrift herausgibt, einen Wechsel in der Chefredaktion bekannt: Rainer Schmidt wurde von Sebastian Zabel abgelöst. Nun ist Zabel, der von der Berliner Morgenopost kam und mal für Spex gearbeitet hat, am Ruder und die Redaktion sortiert sich neu.

Joachim Hentschel, seit Anfang 2010 Vizechef, macht sich als Autor selbstständig. Vor seinem Wechsel nach Berlin war Hentschel u.a. Redakteur bei GQ. Gemeinsam mit Rainer Schmidt hatte Hentschel den Stone neu positioniert, für Themen zwischen Pop, Kultur und Politik geöffnet. Vor dem Hintergrund von Auflagenrückgängen fast aller Musikmagazine ist dieser Schritt ohne Alternative. Der Rolling Stone kam im ersten Quartal auf eine verkaufte Auflage von 51.413 Exemplaren – vor zehn Jahren waren es noch etwa 50 Prozent mehr.     

Hentschels Posten übernimmt Arne Willander, der bisher Mitglied der Chefredaktion war. Willander ist Gründungsmitglied der deutschen Ausgabe der Musikzeitschrift – und dementsprechend für Stammleser eine wichtige Konstante. Stone-Redakteur Torsten Gross wird unterdessen neuer Chefredakteur beim Konkurrenten Spex. In einem kenntnisreichen Artikel in der Süddeutschen war unterdessen zu erfahren, dass die Spex-Redaktion geschlossen gekündigt habe, nachdem die Meldung von der Ablösung der bisherigen Doppelspitze Jan Kedves und Wibke Wetzker die Runde gemacht hatte

Die Spex werde sich verändern, heißt es bei dem Berliner Musikmagazin, das einst als Speerspitze der Szene galt. Welche Chancen gedruckte Musikmagazine indes heute noch am Markt haben, ist fraglich. Besagter SZ-Artikel erklärte das Genre schon mal vorsorglich für tot, weil nicht mehr relevant. Wie Spex, Rolling Stone und Co. den Gegenbeweis antreten wollen – noch unklar.

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