Die zehn teuersten Gemälde der Welt

Publishing Für rund 120 Millionen Dollar inklusive Gebühren ist eine von vier Version von Edward Munchs “Der Schrei” bei Sotheby’s in New York verkauft worden. Der bisherige Rekord lag bei 106,5 Millionen Dollar für das 2010 versteigerte Bild "Nackte, grüne Blätter und Büste“ von Pablo Picasso. Die Kunstzene feiert den Verkauf als bedeutendstes Event der vergangenen Jahre. Fraglos wurde nie mehr für ein Bild bei einer Auktion gezahlt. Allerdings handelt es sich nicht um das teuerste Gemälde der Welt.

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Die Gebote für Munchs Meisterwerk starteten bei 40 Millionen Dollar. Nach einer Viertelstunde war der Coup perfekte: Rund 120 Millionen Dollar inklusive aller Gebühren war ein anonymer Käufer im Rahmen der Auktion bei Sotheby’s bereit zu zahlen. Doch viele Kunstdeals finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wir haben einmal die zehn teuersten Gemälde und die Geschichten ihrer Verkäufe zusammengefasst.

Platz 10: Porträt des Dr. Gachet

Diese zwei Gemälde malte Vincent van Gogh wenige Wochen vor seinem Suizid. Die erste Version wechselte insgesamt 13 Mal den Besitzer und gehörte unter anderem Hermann Göring. Nachdem der japanische Unternehmer Saitō Ryōei 1990 das Bild erworben hatte, soll er gesagt haben: „Legt das Bild in meinen Sarg, wenn ich sterbe.“ Ryōei verstarb 1996. Wo sich das Bild befindet, ist nicht bekannt.

Platz 9: Triptych

Triptych  ist ein dreiteiliges Gemälde von Francis Bacon. 2010 zahlte der russische Oligarch Roman Abramowitsch bei einer Auktion von Sotheby’s 86,3 Millionen Dollar.

Platz 8: Adele Bloch-Bauer II

Adele Bloch Bauer II von Gustav Klimt gehört zu den bedeutendsten Werke des Wiener Jugendstils. 2006 erzielte das Kunstwerk bei einer Auktion bei Christie’s 87,9 Millionen Dollar.

Platz 7: Dora Maar mit Katze

Auf dem Gemälde von Pablo Picasso aus dem Jahr 1941 ist Dora Maar, Picassos einstige Muse, verewigt. Der Käufer, der bei einer Auktion bei Sotheby’s 2006 95,2 Dollar bezahlte, blieb anonym.

Platz 6: Junge mit Pfeife

Das Gemälde markiert den Übergang von Picassos Blauer Periode zur Rosa Periode und erzielte bei einer Auktion im Jahr 2004 die damalige Rekordmarke von 104,2 Millionen Dollar. Es zeigt einen jungen Mann, der der Überlieferung nach Picasso gerne bei der Arbeit zuschaute.

Platz 5: Akt mit grünen Blättern und Büste

Das dritte Gemälde von Pablo Picasso in den Top Ten der teuersten Gemälde aller Zeiten. Es soll Picassos Geliebte Marie-Thérèse Walter zeigen. Bei einer Versteigerung von Christie’s im Jahr 2010 erzielte das Gemälde aus der produkivsten Phase des Künstlers einen damaligen Rekordwert von 106,5 Millionen Dollar inklusive Gebühren. Der Käufer blieb unbekannt.

Platz 4: Der Schrei

Der neue Rekordhalter unter den höchsten Auktionserlösen für ein Gemälde ist Edward Munchs “Der Schrei”, das der norwegische Maler in vier Version fertigte. Ein unbekannter Käufer zahlte mit Gebühren knapp 120 Millionen Dollar für die einzige Version, die jemals in Privatbesitz war.

Platz 3: Adele Bloch-Bauer I

Die “Goldene Adele” wurde laut Presseberichten 2006 von dem US-Unternehmer und Milliardär Ronald Lauder für seine Neue Galerie in New York für kolportierte 135 Millionen Dollar erworben. Eine Bestätigung über die genaue Kaufsumme gab es nie. Allerdings erklärte der Anwalt Lauders, dass der Kaufpreis deutlich über dem des damals teuersten Gemäldes, “Der Junge mit der Pfeife” von Pablo Picasso, gelegen hätte.

Platz 2: Woman III

Längst nicht so bekannt wie all die Picassos und Klimts ist “Woman III” von Willem de Kooning. Laut einem Bericht der New York Times soll der US-Milliardär Steven A. Cohen 2006 142,5 Millionen Dollar für das abstrakte Gemälde gezahlt haben.

Platz 1: No. 5, 1948

Das expressionistische Bild von Jackson Pollock gilt als das teuerste Gemälde der Welt. Nach einem Bericht der New York Times wurde das Bild von seinem damaligen Eigentümer David Geffen, dem zuvor auch Woman III gehörte, privat für 140 Millionen Dollar. Der neue Besitzer soll der mexikanische Unternehmer David Martinez sein. Dessen Anwälte bestreiten das allerdings.

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