re:publica: zwischen Szene und Mainstream

Die re:publica wird erwachsen: In ihrer sechsten Auflage zieht die Bloggerkonferenz vom vertrauten Friedrichstadtpalast nun in den ehemaligen Postbahnhof, in dem bereits im vergangenen Jahr die Next-Konferenz abgehalten wurde. Beide Veranstaltungen bilden nun gebündelt die Berlin Web Week. Spiegel Online begleitet die re:publica erstmals mit einem Live-Stream. Im Zentrum der Netz-Konferenz steht diesmal die Bedeutung sozialer Medien für politische Bewegungen.

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Die re:publica wird erwachsen: In ihrer sechsten Auflage zieht die Bloggerkonferenz vom vertrauten Friedrichstadtpalast nun in den ehemaligen Postbahnhof, in dem bereits im vergangenen Jahr die Next-Konferenz abgehalten wurde. Beide Veranstaltungen bilden nun gebündelt die Berlin Web Week. Spiegel Online begleitet die re:publica erstmals mit einem Live-Stream. Im Zentrum der Netz-Konferenz steht diesmal die Bedeutung sozialer Medien für politische Bewegungen. 

Keine Frage:  Das Timing stimmt schon mal. 1. Mai in Berlin: Kaiserwetter am Vorabend der sechsten Auflage der Internet-Konferenz re:publica, die erstmals im Mai stattfindet – und damit einige Wochen später als in den Jahren zuvor.

Die Verschiebung hat jedoch mehr als saisonale Hintergründe, die das Mekka der Blogger im Frühling zu einem noch beliebteren Anziehungspunkt machen soll. Die dreitägige Internetkonferenz, die seit 2007 von Markus Beckedahl und Johnny Häuser veranstaltet wird, wird erstmals in die Berlin Web Week eingebettet, die in der Next-Konferenz in der kommenden Woche ihr zweites Highlight findet.

Soziale Medien als politisches Instrument im Fokus

Die Gegenpole sind klar gesetzt: Die Next stellt traditionell die Web-Wirtschaft in den Vordergrund, die Blogger-Konferenz re:publica die Akteure der großen Internet-Trends. Und die sehen Beckedahl und Häusler in diesem Jahr in der wachsenden Bedeutung der sozialen Medien in der Politik. Bereits im vergangenen Jahr waren Social Media-Aktivisten im Arabischen Frühling in den Fokus  – und auf die Bühne der re:publica gerückt.  

"Die re:publica ist eine Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft", erklärte Mitorganisator Markus Beckedahl im Vorfeld. Die sechste re:publica, die ein Programm von über 200 Stunden umfasst,  steht in diesem Jahr unter dem Motto "ACT!ON". Die Veranstalter wollen die Bedeutung sozialer Medien für politische (Protest-) Bewegungen thematisieren und die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kreative Dimension der Digitalisierung ausloten – u.a. auch das ACTA-Abkommen gegen Produktpiraterie.
Ritterschlag von Spiegel Online
Kein Wunder, dass sich Spiegel Online als politisches Medium hier positioniert und der Blogger-Konferenz seinen Ritterschlag  erteilt – die Hamburger werden als Partner drei Tage lang ausführlich von der Veranstaltung berichten und einen Live-Stream von der Hauptbühne anbieten. Von weiteren Events der Konferenz soll in ausgewählten Videos berichtet werden.

Überhaupt wird alles größer: Denn mit der Terminverlegung ging auch der Umzug in die weitläufigere, aber auch eher unpersönlichere STATION Berlin einher, in der die Next-Konferenz seit 2010 abgehalten wird. Es wird interessant zu beobachten sein, wie gut die re:publica in die neue Umgebung passt – oder ob die Teilnehmer eine Vereinnahmung vom Mainstream wittern.   

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