Kanzler-Casting im ZDF bleibt Mittelmaß

Fernsehen Bundestagswahl ist derzeit keine in Sicht, aber das ZDF hat schon mal ein paar Nachwuchskräfte in petto, falls es schneller gehen sollte als gedacht: Bei "Ich kann Kanzler" stellten junge Politiker wieder ihre Ideen fürs Land vor. Insgesamt interessierten sich aber nur 2,33 Mio. Zuschauer für die Neuauflage des Castings, das erstmals vor drei Jahren im Programm lief. Schon damals war die Show nur mittelmäßig erfolgreich, es sahen aber über 400.000 Zuschauer mehr zu.

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Auf die Ausstrahlung einer Vorrunde verzichtete das ZDF diesmal. Auch sonst hat sich am Format einiges verändert. Ex-Moderator Steffen Seibert ist inzwischen selbst Richtung Kanzlerin gerückt, für ihn übernahm Jörg Pilawa. Und statt Günther Jauch, Anke Engelke und Henning Scherf wie vor drei Jahren saßen diesmal ZDF-Polittalkerin Maybritt Illner, "heute show"-Moderator Oliver Welke und Politikberater Michael Spreng in der Jury, um die Kandidaten nach ihrer Überzeugungskraft, ihrer Bürgernähe und ihren rhetorischen Fähigkeiten zu bewerten. 
Mehr als 11,2 % Marktanteil im Gesamtpublikum war für "Ich kann Kanzler", vom Sender als "große Politshow" angekündigt, aber nicht drin. Allerdings ist das nicht weit entfernt vom Marktanteil, den die Premiere im Juni 2009 einfuhr (11,5 %). Damals hatten aber mehr Zuschauer eingeschaltet (2,76 Mio.). Dabei war die Vorlage diesmal ideal: "Marie Brand und die falsche Frau" wollten 5,8 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren sehen. Das "heute journal" hatte direkt vor "Ich kann Kanzler" auch noch 4,99 Mio. Zuschauer, von denen danach aber über die Hälfte wegschalteten. Im jungen Publikum kam das Polit-Casting sogar nur auf 4,9 % Marktanteil (2009: 6,3 %).
Die komplette MEEDIA-Quotenanalyse für den 1. Mai lesen Sie hier.

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