Verlage klagen weiter gegen Tagesschau-App

Publishing Die Verleger, vertreten durch den BDZV, haben angekündigt, ihre Klage gegen die ARD und den NDR fortzusetzen. Weil die Verhandlungen mit den Öffentlich-Rechtlichen zur Anpassung des Textangebotes innerhalb von Apps und auf Endgeräten offenbar zum Stillstand gekommen sind, will man die Klage auf Basis der umstrittenen Tagesschau-App fortsetzen. Auf Seiten der Verleger zeigte man sich enttäuscht.

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Nach mehreren konstruktiven Gesprächsrunden mit Intendanten größerer
ARD-Anstalten und dem ZDF stünden laut BDZV die Öffentlich-Rechtlichen offenbar nicht hinter dem Verhandlungsergebnis. „Es ist bedauerlich, dass die Selbstverständlichkeit einer Überprüfung des Textumfangs in gebührenfinanzierten Angeboten nicht allen Sendeanstalten vermittelbar ist“, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen.

Aus diesem Grund sehe man sich veranlasst, die die Klage gegen die "umfangreichen Textinhalte" der Tagesschau-App fortzusetzen. Damit wehrten sich die acht vertretenen Zeitungsverlage gegen die nach deren Meinung “textdominante Berichterstattung" ohne Sendungsbezug.

Für Heinen geht es darum, eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. Laut BDZV stellt die Tagesschau-App eine durch Rundfunkgebühren finanzierte Konkurrenz für die privatwirtschaftlich betriebenen Angebote der Verlage dar. Laut Heinen sehe der Rundfunkstaatsvertrag hierfür Grenzen vor, die eingehalten werden müssten.

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