Gottschalk: Scheitern und Chancen

Fernsehen Thomas Gottschalk und seine Mannschaft haben sich für die verbleibenden Sendungen von “Gottschalk Live” bis zum 7. Juni schon wieder ein neues Konzept ausgedacht. Statt 08/15-Talk mit Promis sollen in den Sendungen ab kommender Woche normale Menschen, “die einen außergewöhnlichen Traum haben” eingeladen werden. Gottschalk will dann versuchen, mit seiner Show den Traum zu verwirklichen. Parallel hat der Stern den gescheiterten Vorabend-Gottschalk porträtiert.

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Mit dem Stern sprach er in einem großen Stück von Star-Autorin Ulrike Posche über das Scheitern von “Gottschalk Live”. Die Redaktion wird von der Autorin als “Trupp liebenswerter Praktikanten” bezeichnet, der “schon quiekte, wenn er den Witz noch gar nicht gemacht hatte”. “Wahnsinnig nette Leute” seien das gewesen, wird Gottschalk zitiert und das klingt schon ein bisschen unfair. Immerhin hat er die Redaktion selbst mit ausgesucht, muss sich das Scheitern seiner Show in allererste Linie selbst an die großkarierte Weste heften.

Die “Gottschalk Live”-Redaktion hat für das Abschluss-Konzept der Show die Mailadresse 66traueme@gottschalklive.de eingerichtet. Dort kann man seine Träume und Visionen an Gottschalk abliefern. Täglich sollen dann Zuschauer via Telefon- und Internet-Abstimmung festlegen, wer unterstützt werden soll. Zur Bild-Zeitung sagte Gottschalk: “Das ist mein Dank an das Publikum: meine Sendezeit für eure Ideen. 66 Träume, und ich helfe, dass möglichst viele in Erfüllung gehen.” Das neue Konzepte sol ab 2. Mai auf Sendung sein. Am 30. April – vor dem Maifeiertag – soll es einen "Best of"-Zusammenschnitt der bisherigen "Gottschalk Live"-Sendungen geben.

Sein Traum von der Wohnzimmer-Show am Vorabend ging nicht in Erfüllung. Was soll’s? Selbstzweifel, das macht das Stern-Stück deutlich, sind nicht die Sache eines Thomas Gottschalk. Ja, manchmal habe er sich einsam gefühlt und gefragt: “Muss ich jetzt mit Guttenberg und Wulff ins Kloster?” Aber die Bild soll ihm eine Kolumne angeboten haben und ein Verlag ein gemeinsames Buch mit dem Theologen Hans Küng, der auch in seiner Show zu Gast war. Im Herbst geht’s wieder nach Malibu und vorher macht er halt noch 66 Träumer im Fernsehen glücklich. Nein, um Thomas Gottschalk muss man sich keine Sorgen machen.

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