Der Shitstorm-Wetterbericht ist da

Publishing Shitstorms, also Empörungswellen, die sich online rasend schnell verbreiten, sind derzeit in aller Munde. Gerade Politiker werden in jüngerer Zeit immer öfter Ziel solcher Shitstorms, zuletzt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), die wegen ihres Buchs “Danke, emanzipiert sind wir selber!” einigen Zorn auf sich zog. Die Social-Media-Experten Barbara Schwede und Daniel Graf von der Schweizer Agentur Feinheit haben nun eine Skala für die Schwere eines Shitstorms entwickelt.

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Die Shitstorm-Skala basiert auf der bekannten Beaufort-Skala zur Messung von Windgeschwindigkeiten. Die Beaufort-Skala reicht von 0 (Windstille) bis 6 (Orkan). Entsprechend wurden die Windstärken nun an die Heftigkeiten eines Shitstorms im Internet angepasst. Der reicht nun ebenfalls von 0 (keine kritischen Rückmeldungen, keine Medienberichte) bis 6 (Ungebremster Schneeballeffekt mit aufgepeitschtem Publikum, Tonfall mehrheitlich aggressiv, beleidigend, bedrohend, Top-Thema in Online-Medien, intensive Berichterstattung in allen Medien).

Vorgestellt haben die beiden diese Shitstorm-Skala im Rahmen eines Vortrages bei der Social Media Marketing Konferenz 2012 in Zürich. Der Vortrag ging über die reine Skalierung der Shitstorm-Heftigkeit hinaus und gab auch eine Lösungsansätze, wie man mit Shitstorms umgehen sollte: Ruhe bewahren, Fakten liefern und proaktiv intervenieren. Die kompletten Slides zu dem Vortrag gibt es hier.

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