Webspeicher: Google startet die Volks-Cloud

Publishing Ein Anlaufpunkt für alle Dienste: Google hat am Dienstagabend seinen neuen Service “Google Drive” vorgestellt. Mit fünf Gigabyte kostenlosem Webspeicher sollen Nutzer künftig komfortabler zusammenarbeiten können. Der Service ist eng mit der Office-Suite Google Docs und dem hauseigenen Social Network Google+ verknüpft. Für den Suchmaschinenkonzern soll das “GDrive” als Knotenpunkt für alle Web-Dienste fungieren. Damit bekommen etablierte Cloudanbieter gehörig Konkurrenz.

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Um die Nutzung des Dienstes weiter auszubauen, arbeitet Google nach eigenen Angaben mit externen App-Entwicklern zusammen, die mit ihren Programmen wiederum den Zugriff auf den Google-Speicher befördern sollen. Die Programme bekommt der Nutzer dann über den Chrome Webstore. Zum Launch lassen sich beispielsweise Faxe‘>, Videos bearbeiten oder Website-Entwürfe‘>.

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Vorerst könne Nutzer die Online-Festplatte mit PC, Mac und Android-Geräten nutzen und darüber Fotos, Videos und andere Dokumente in die Cloud hochladen. Eine App für iPhone, iPad und iPod touch will das Unternehmen in wenigen Wochen nachreichen. Über mobile Datenverbindungen sollen Nutzer auf allen Geräte synchronisiert zugreifen können.

In der Basisvariante mit fünf Gigabyte ist das Google Drive kostenlos. 25 Gigabyte Cloudspeicher gibt es für 2,49 US-Dollar pro Monat, 100 Gigabyte kosten 4,99 US-Dollar. Für ein Terabyte werden 49,99 US-Dollar pro Monat fällig. Wer auf ein Pro-Konto upgradet, bekommt übrigens 25 Gigabyte für sein Google-Mail-Konto gutgeschrieben.

Was sich vorerst nur nach einer weiteren Cloud-Festplatte anhört, soll nach den Plänen von Sundar Pichai, der als Senior Vice President Chrome and Apps, bei Google unter anderem für Cloud-Dienste zuständig ist, der zentrale Knotenpunkt für alle Webdienste von Google werden. Auch die neue Generation der Chromebooks, deren Betriebssystem Chrome OS komplett in der Cloud funktioniert, sollen eng mit dem Google Drive verknüpft werden.

Momentan ist der Service zwar theoretisch freigeschaltet, aber noch nicht für alle nutzbar. Ein Großteil der User kann in seinen Google Docs auf fünf Gigabyte Speicherplatz zugreifen, aber noch nicht das Google Drive nutzen. Auf https://drive.google.com/start#home gibt es eine Einführung, per Mail sollen Nutzer informiert werden, sobald der Dienst für Ihr Konto verfügbar ist.

Dennoch wird schon erste Kritik an den Nutzungsbedingungen laut. Wie CNET berichtet, bietet Google auch nach der Löschung eines Nutzerkontos Zugriff auf die Daten, während Konkurrenzprodukte wie Dropbox oder Skydrive von Microsoft alle Datensätze von den Servern löschen würden.

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